Nach der Bombendrohung gegen einen AUA-Flug von Tel Aviv nach Wien laufen nun Ermittlungen des Verfassungsschutzes. Wie Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Montag mitteilte, war die Drohung telefonisch am Flughafen Wien eingegangen. Für die 57 Menschen an Bord ging der Vorfall glimpflich aus.
Die Maschine musste am Sonntagabend außerplanmäßig in der bulgarischen Hauptstadt Sofia landen. Dort nahmen Sicherheitskräfte das Flugzeug sowie sämtliche Passagiere und Crewmitglieder unter die Lupe. "Im Zuge der Durchsuchung des betroffenen Flugzeugs, der Fluggäste und der Crew konnte keine Gefährdung festgestellt werden", erklärte die AUA am Montag. Noch in der Nacht setzte die Maschine ihren Flug fort und erreichte Wien in den frühen Morgenstunden.
Nach Informationen der israelischen Zeitung "Haaretz" soll ein Österreicher, der selbst nicht mitflog, die Bombenwarnung abgegeben haben. Als die Maschine bereits über Rumänien unterwegs war, änderte sie ihren Kurs und steuerte Bulgarien an.
Laut der Plattform ADS-B Exchange setzte das Flugzeug dabei ein Notsignal ab. Die bulgarische Luftwaffe schickte einen Kampfjet zur Begleitung. Um 20.42 Uhr (MESZ) landete die Maschine mit 51 Passagieren und sechs Crewmitgliedern sicher in Sofia.
Karner lobte bei einem Treffen mit seinem bulgarischen Amtskollegen Iwan Demerdschiew die Zusammenarbeit der Sicherheitskräfte. "Mein besonderer Dank gilt den bulgarischen Sicherheitsbehörden für die rasche, professionelle und ausgezeichnete Zusammenarbeit. Dieser Vorfall unterstreicht einmal mehr die Bedeutung einer engen internationalen Zusammenarbeit unserer Sicherheitsbehörden", so der Minister.