"Gehört in die Economy"

"Arschloch" – Baby in Business Class löst Streit aus

Eine Mutter berichtet auf Reddit, dass eine Passagierin wegen ihres Babys in der Business Class ausgerastet ist – und löste damit eine Diskussion aus.
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05.11.2025, 21:44
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"Bin ich das Arschloch, weil ich mit meinem Baby in der Business Class geflogen bin?" So startet ein Reddit-Beitrag, der aktuell für Aufsehen sorgt und bereits über 6500 Mal geteilt und 2000 Mal kommentiert worden ist.

Passagierin rastete wegen Baby aus

"Ich bin kürzlich mit meinem neun Monate alten Baby mit einem Nachtflug in der Business Class von New York nach Zürich geflogen", schildert eine Mutter ihr Erlebnis auf Reddit. So weit, so gut. Nur: Der Passagierin neben ihr habe das gar nicht gepasst. "Schon als sie sich auf den Platz neben mich setzte, sagte sie mit Blick auf das Baby ziemlich laut: Ernsthaft?"

Anfänglich habe sie sich nichts dabei gedacht, doch als ihr Baby nach einem dreistündigen Schläfchen aufwachte und kurz hungrig anfing zu weinen, sei die Frau ausgerastet. "Sie ist plötzlich aufgesprungen, hat mir den Mittelfinger gezeigt und sich bei den Crewmitgliedern lautstark über mich beschwert und gefordert, dass ich in die Economy gesetzt werde", führt die Mutter aus. Anschließend habe sie ihr gesagt, dass sie nichts in der Business Class zu suchen habe, wenn sie ihr Kind nicht "unter Kontrolle halten" könne.

Reaktionen fallen gemischt aus

Doch damit hörte die negative Erfahrung der Mutter nicht auf. Denn als sie später ihrer Schwiegermutter vom unschönen Erlebnis erzählte, antwortete diese nur mit der Bemerkung: "Babys gehören nicht in die Business Class. Es ist eine unausgesprochene Regel, dass man mit Kind in der Economy fliegt." Die Mutter zeigt sich auf Reddit verärgert. "Ich finde das absurd. Warum sollte ich in der Economy sitzen, wenn ich es mir leisten kann, Business zu fliegen – nur weil ich ein Baby habe? Das ist doch verrückt."

Unter ihrem Reddit-Beitrag häufen sich die Kommentare. Sie fallen gemischt aus. "Ich habe keine Lust, ein Ticket für die Business Class zu zahlen und dann neben einem Baby zu sitzen", lautet ein Kommentar. "Babys gehören nicht ins Flugzeug. Sie sind laut, nervig und niemand mag sie außer die Eltern", schreibt eine andere Person. Andere sehen das Problem bei den Airlines. "Wieso gibt es im Flugzeug nicht einfach Zonen für Familien? Dann wäre dieses Problem endlich gelöst", schlägt eine Person vor. Die Mutter bekommt aber auch viel Zuspruch und Unterstützung. "Dein Baby hat das Recht, mit dir zu sitzen, wo du willst", lautet beispielsweise ein Kommentar.

Das sagen die Swiss und die Edelweiss

Und wie sehen es die Airlines? Das Schweizer Nachrichtenportal 20 Minuten hat bei den eidgenössischen Fluglinien Swiss und Edelweiss nachgefragt. "Bei uns sind alle Fluggäste willkommen, egal ob groß oder klein – auch in der Business Class", sagt Michael Stief, Mediensprecher der Swiss. "Wir machen durchwegs positive Erfahrungen mit Kindern an Bord."

Auch bei der Edelweiss hat man keine Probleme mit den kleinsten Gästen. "Babys sind bei uns selbstverständlich auch in der Business Class herzlich willkommen. Wir freuen uns, wenn Familien gemeinsam komfortabel reisen", so Mediensprecher Andreas Meier.

Beide Airlines sind auf Kinder an Bord vorbereitet. "Unsere Flight Attendants sind darin geschult, Eltern im Rahmen der an Bord verfügbaren Möglichkeiten zu unterstützen", erklärt Stief. In der Regel werde bereits während des Crewbriefings jemand von der Besatzung damit beauftragt, sich um die kleinsten Fluggäste zu kümmern. "Dieses Crewmitglied verteilt dann Spielzeug oder erklärt den ein wenig älteren Kindern auf Langstreckenflügen unser Bordunterhaltungssystem."

Edelweiss rät Eltern von Kleinkindern bis acht Monate und maximal elf Kilogramm Körpergewicht, vorab ein Baby-Basket zu reservieren. "Wir empfehlen, genügend Zeit für den Check-in und das Boarding einzuplanen, sowie vertraute Spielsachen oder Snacks mitzunehmen", sagt Andreas Meier. "Und falls es an Bord doch noch Spielsachen braucht, haben wir für jedes Kind ein kleines Geschenk an Bord – auch für Babys."

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