"Wenn wir uns nicht mehr darauf verlassen können, dass sauberes Material geliefert wird, dann ist eine Grenze überschritten", verkündete Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FP): Es gehe jetzt "um den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung und unserer Mitarbeiter."
Wie am Donnerstag bekannt wurde, hat der Niederösterreichische Straßendienst eine Untersuchung zur Abklärung einer möglichen Asbestbelastung eingeleitet: Im Raum stehen Hinweise, dass Streusplitt, der derzeit im Rahmen des Winterdienstes zum Einsatz kommt, kontaminiert sein könnte.
Konkret handelt es sich um Material, das in der Straßenmeisterei Aspang gelagert wird. Die Materiallieferung soll aus einem Steinbruch aus dem Burgenland stammen. In der Aussendung aus dem Büro Landbauers heißt es, dass der Straßendienst sofort reagiert habe. Eine umfassende Überprüfung sei beauftragt worden.
"Jetzt geht es darum, Klarheit zu schaffen und die Bevölkerung und unsere Mitarbeiter schadlos zu halten", erklärt Landbauer. Nach Bekanntwerden der Hinweise sei das gelieferte Material umgehend separiert worden und käme nicht mehr zum Einsatz.
Der NÖ Straßendienst betont, dass die von ihm bezogenen Mischgüter grundsätzlich über eine Erstprüfung sowie eine CE-Zertifizierung verfügen. Derzeit werde geprüft, inwieweit Gesteinsmaterial aus dem besagten Steinbruch im burgenländischen Pilgersdorf auf Straßen zum Einsatz gekommen sei. Man wolle die Ergebnisse der offiziellen Untersuchungen abwarten.
Bis dahin sei angesichts offener Fragestellungen ein verantwortungsvoller und vorsorglicher Umgang mit der Thematik geboten: "Der NÖ Straßendienst wird die Öffentlichkeit transparent über neue Erkenntnisse und weitere Schritte informieren."