500 km Landesstraßen

Neues Programm – 130 Millionen Euro für NÖ-Straßen

Das Land investiert heuer kräftig in Niederösterreichs Straßen. 130 Millionen Euro fließen in viele Projekte – von Sanierungen bis zu Umfahrungen.
Victoria Carina  Frühwirth
19.01.2026, 15:00
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Schlaglöcher, bröckelnde Mauern und gefährliche Engstellen: genau hier will das Land NÖ ansetzen. Mit einem 130-Millionen-Euro-Straßenbauprogramm sollen landesweit 480 Projekte in rund 300 Gemeinden umgesetzt werden. Präsentiert wurde das Paket am Montag in der Straßenmeisterei Pottenbrunn, Bezirk St. Pölten.

Landbauer: "Straßenbau statt Symbolpolitik"

Verkehrslandesrat Udo Landbauer (FP) machte dabei klar, wohin das Geld fließen soll: "Wir setzen 2026 ein 130 Millionen starkes Investitionsprogramm für sichere und verlässliche Straßen um. Wir reden nicht über Mobilität, wir machen sie möglich." Investiert werde auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen oder in der Freizeit.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Sanierung bestehender Landesstraßen. Schäden sollen behoben werden, bevor sie zur Gefahr werden, so Landbauer. Gleichzeitig grenzte er das Programm klar von Symbolprojekten ab: "Wir bauen Straßen und keine Symbole."

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Reparaturen nach Jahrhunderthochwasser

Fast abgeschlossen ist laut Land auch die Aufarbeitung der Hochwasserschäden aus dem Jahr 2024. Diese seien zu 98 Prozent erledigt, noch offene Arbeiten sollen in diesem Jahr folgen. "Das ist ein klarer Beleg für die hohe Leistungsfähigkeit des Niederösterreichischen Straßendienstes", betonte Landbauer.

Neben mehr Sicherheit im Straßenverkehr soll das Programm auch die heimische Bauwirtschaft stärken. Ein großer Teil der Aufträge gehe an kleine und mittlere Betriebe im Land. Ziel sei es, Arbeitsplätze zu sichern und die regionale Wertschöpfung in Niederösterreich zu halten.

Großprojekte wie der Ringschluss Wr. Neustadt

Großprojekte wie der Ringschluss Wiener Neustadt im Industrieviertel (42,9 Millionen Euro, Verkehrsfreigabe Ende 2027) sowie die Umfahrung Großglobnitz–Kleinpoppen im Waldviertel stehen exemplarisch für diesen Kurs. Der nördliche Abschnitt der B36-Umfahrung ist bereits eröffnet, die Gesamtverkehrsfreigabe ist für Herbst 2027 geplant. "Diese Projekte entlasten unsere Familien vor Ort, erhöhen die Verkehrssicherheit und stärken ganze Regionen", so Landbauer.

Das Straßenbauprogramm sei zugleich ein starkes Konjunkturprogramm für Niederösterreich. 2025 wurden Leistungen in der Höhe von 150,6 Millionen Euro vergeben, davon 33 Prozent – rund 49,6 Millionen Euro – an 1.207 kleine und mittlere Unternehmen. Insgesamt umfasste das Bauprogramm 560 Straßenbaulose mit Aufträgen an 1.230 Unternehmen. "Damit sichern wir Arbeitsplätze, stärken regionale Betriebe und halten die Wertschöpfung im Land. Der NÖ Straßendienst ist ein starker Partner für unsere Familien und die heimische, regionale Bauwirtschaft", sagt Landbauer.

Für weiteren Wintereinsatz gerüstet

Niederösterreichs Straßenbaudirektor Josef Decker sprach von einer "starken politischen Willenserklärung", die das Straßenbauprogramm 2026 abbildet. "Die Netzinstandhaltung ist ein wichtiger Faktor. Hier müssen wir dranbleiben und kontinuierlich sanieren", so Decker, der versicherte, dass der NÖ Straßendienst für den weiteren Wintereinsatz in diesem Jahr bestens gerüstet ist.

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