Irgendwie niedlich und besorgniserregend zugleich, kam ein Steunerkater in die helfenden Hände der Tierschutzorganisation "Furkids Animal Rescue and Shelters" im US-Bundesstaat Georgia. Ein markantes Detail stach den Tierpflegern natürlich sofort ins Auge, denn abgesehen von den schiefen Ohren durch Milben, hatte der Tigerkater ziemlich dicke Backen.
Die Sorgen um die Schützlinge wären in keinem Tierheim zu ertragen, wenn man gewisse Details nicht auch manchmal mit Humor nehmen dürfte. So wurde aus dem Kater mit den Hamsterbacken ein "Mafiaboss" namens "Katpone" in Anlehnung an "Al Capone". Die Tierpfleger sind sich nämlich einig, dass der grimmig dreinschauende "Sir" genau so aussieht, als würde er auf der Straße hinter Mülltonnen diverse Streits seiner Artgenossen schlichten und auch die Regeln ganz genau festlegen. Nur der Charakter passt nicht so ganz, denn das Gangsta-Katzi sei einfach "nur lieb".
Medizinisch betrachtet sind die dicken Wangerl schnell erklärt, denn bei unkastrierten Männchen setzen sich durch den hohen Testosteronspiegel, Fettmengen im Gesicht ab - weshalb die sogenannten "Katerbacken" entstehen. In freier Wildbahn sind sie ein Zeichen von Dominanz und sollen auch Kopf und Gesicht bei Revierkämpfen schützen. Wird der Kater kastriert, verschwinden die dicken Backen meist langsam wieder.
Wären es also nur die Wangen, hätte man mit "Katpone" gar nicht soviele Sorgen. Leider wurde allerdings bei ihm auch "FIV"(Felines Immundefizienz-Virus) oder auch "Katzen-Aids" festgestellt - eine Immunschwächekrankheit, mit der er sich wohl auch bei einer Rauferei angesteckt hat.