In Vorarlberg können Patienten künftig "auf Rezept" ins Museum gehen. Im Rahmen eines Pilotprojekts vergeben Ärzte ab sofort 1.000 Freikarten für das "vorarlberg museum" an ausgewählte Personen. Das Ziel: Kultur soll helfen, die psychische und körperliche Gesundheit zu stärken.
Wie das Museum am Freitag mitteilte, basiert die Initiative auf wissenschaftlichen Erkenntnissen: Museumsbesuche und kulturelle Teilhabe fördern nachweislich das Wohlbefinden, reduzieren Stress und stärken das Immunsystem.
Die Idee stammt ursprünglich aus England und wird mittlerweile auch in Kanada, Frankreich, Belgien und der Schweiz erfolgreich umgesetzt. Forschungsergebnisse dazu liegen auch aus Deutschland vor.
In Österreich wird das Konzept nun erstmals erprobt. Gerade bei psychischen Belastungen wie Einsamkeit, Depression oder Stress stoßen klassische Therapien oft an ihre Grenzen – hier soll das sogenannte "Social Prescribing" ergänzend helfen.
Auch die Vorarlberger Ärztekammer unterstützt das Projekt. "Dieses Pilotprojekt kann laut den vorliegenden Studiendaten einen zusätzlichen Benefit für bestimmte Patienten- und Patientinnengruppen bieten. Aus diesem Grund ist die Vorarlberger Ärztekammer gerne bereit, das Museumsprojekt zu unterstützen", erklärte Alexandra Rümmele-Waibel, Kurienobfrau der niedergelassenen Ärzte.
Man verstehe das Angebot als "sanften Impuls zur Stärkung der seelischen Gesundheit", heißt es in der Aussendung weiter.