Dicke Luft beim Wolfsberger AC! Die Krise früh in der Saison gipfelte in der Suspendierung und schließlich der Vertragsauflösung von Rene Renner, dann der Entlassung von Trainer Thomas Silberberger.
Auch beim Comeback von Trainer Manfred Schmid setzt es für die Kärntner eine Niederlage. Nach dem späten 0:1 bei Hartberg sorgt allerdings vor allem Innenverteidiger Raffael Behounek mit brisanten Aussagen für Aufsehen.
Im "Sky"-Interview wird der WAC-Profi gefragt, ob der ehemalige Teamkollege Renner der Mannschaft fehle. Seine Antwort fällt vernichtend aus: "Kein bisschen, nein." Behounek legt nach: "Das lasse ich so stehen, aber er fehlt kein bisschen. Mehr will ich dazu auch nicht sagen."
Auch Ex-Trainer Silberberger bekommt sein Fett weg. Unter ihm musste Behounek auf der rechten Seite spielen, unter Schmid darf er wieder in die Innenverteidigung. "Ich habe nie woanders gespielt. Es hat mich doch sehr verwundert, dass ich auf der rechten Seite herumgeschwirrt bin", erklärt der Abwehrspieler. Die kompaktere Spielweise komme der Mannschaft ebenfalls entgegen.
Neo-Coach Schmid sieht trotz der Niederlage erste Fortschritte, warnt aber vor überzogenen Erwartungen. "Mit der ersten Hälfte können wir zufrieden sein, in der zweiten Hälfte waren wir nur Passagier", analysiert der Trainer. Die lange Negativserie habe Spuren hinterlassen. "Ich bin Fußballtrainer und kein Magier", stellt Schmid klar.
Nun soll intensive Trainingsarbeit den WAC aus der Krise führen. Behounek schöpft zumindest aus der verbesserten Defensive Hoffnung. "Wir haben zumindest mal keine drei oder vier Tore bekommen", meint er. Die nächsten Bewährungsproben warten bereits: Im ÖFB-Cup geht es gegen Hertha Wels, danach empfängt der WAC in der Bundesliga Sturm Graz.