Zwei Zwölfjährige haben sich an einer Kärntner Schule einen folgenschweren Streich erlaubt. Nur wenige Tage nach dem schrecklichen Amoklauf am Grazer BORG Dreierschützengasse, bei dem elf Menschen ums Leben kamen, spielten die Schüler ebendiesen an ihrem Gymnasium nach.
Dazu brachte einer der beiden am Freitag eine täuschend echt aussehende Spielzeugwaffe in die Schule mit. Damit rannten die Kinder durchs Gebäude, bis einer den Abzug drückt und der andere so tat, als wäre er tödlich verwundet worden, berichtet die "Kleine Zeitung".
Der Schulwart wurde auf die gespielten Schreie des vermeintlich getroffenen Schülers aufmerksam und eilte zu Hilfe. Er nahm dem Zwölfjährigen die Waffe ab und holte die Direktorin aus der mündlichen Matura. Diese alarmierte daraufhin die Polizei.
Gegenüber der "Kleinen Zeitung" sagte Bildungsdirektorin Isabella Penz, dass aufgrund des Amoklaufs ein derartiges Verhalten als direkte Gefährdung einzustufen sei und sämtliche Konsequenzen nach sich ziehe. Die Eltern seien darüber informiert worden, dass die Burschen für fünf Tage vom Unterricht ausgeschlossen sind.
Des Weiteren soll ein Polizist an dem Gymnasium einen Vortrag halten, um die Schülerinnen und Schüler für dieses Thema besser zu sensibilisieren.