Die Mehrheit der österreichischen Stromversorgung ist auf Wasserkraft zurückzuführen. Doch nach dem trockenen Winter mit kaum Schnee kämpft das Land seit Wochen mit extremer Dürre. Es dürfte das trockenste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen werden. Die Stromproduktion bricht ein, Windkraft könnte helfen – doch einige Bundesländer stellen sich quer.
Im "Zeit im Bild 2"-Studio beruhigt Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner: Österreichs Energieversorgungslage sei "außerordentlich stabil", man müsse sich keine Sorgen machen. Gerade die Photovoltaik könne an diesen sonnigen Tagen sehr viel wettmachen. Aufrufe zum Stromsparen sind in Österreich "nicht notwendig" – wenngleich ein sparsamer Umgang "immer Gebot der Stunde" sei.
In Ungarn erzeuge ein einziges Kraftwerk die Hälfte des Strombedarfs – genau so etwas gibt es in Österreich eben nicht. Während Ungarn teuer Strom zukaufen muss, profitiert Österreich genau von diesem Umstand. "Wir können unterstützen, wenn sie zu wenig haben."
Warum in Österreich trotzdem die PV-Förderungen eingestrichen wurden? Die Technik ist in den letzten Jahren um 90 Prozent günstiger geworden. Statt der Anschaffung müsse man nun die Netzstabilität und die Speicherung unterstützen. Hier brauche es vielerorts eine Nachrüstung, um den Überschuss in der Mittagszeit besser managen zu können. In Zukunft soll es deswegen weg von der PV-Förderung und hin zur Speicherförderung gehen, so Zehetner.
Um die Windkraft gibt es sehr viele "Mythen und Märchen", die Gegner seien gut organisiert. Künftig sollen deswegen Anreize für Gemeinden geschaffen werden.