Frühpension, statt Migranten-Razzien! Mit Ende März wird der umstrittene Grenzschutzkommandeur Greg Bovino in Pension gehen. Damit tut er dies noch vor dem für Grenzschutzbeamte vorgesehenen Ruhestandsalter von 57 Jahren. Dies bestätigte der Beamte gegenüber der "New York Times".
Bovino war bereits seit 30 Jahren im Dienst. Richtig berühmt wurde er jedoch als das Gesicht der harten Migrationspolitik von US-Präsident Donald Trump. Der 55-Jährige war dafür bekannt, besonders aggressiv gegen mutmaßlich illegale Einwanderer vorzugehen.
Schlagzeilen machte Bovino aber auch immer wieder durch sein Auftreten. So wurde er von Kaliforniens Gouverneur, Gavin Newsom, bezichtigt, sein Outfit an die Garderobe der nationalsozialistischen SS anzupassen. Auch der Spitzname "Gestapo Greg" hielt sich hartnäckig.
Bovino selbst bezeichnete sich in seinen Social-Media-Profilen aufgrund seiner geringen Körpergröße als "Little Napoleon". Der Grenzschutzbeamte soll laut Online-Schätzungen lediglich 1,62 Meter groß sein. Offizielle Angaben gibt es dazu jedoch nicht.
Zuletzt geriet der 55-Jährige jedoch aufgrund der Tötung zweier US-Bürger durch Grenzschützer im US-Bundesstaat Minneapolis unter Druck. Schlussendlich wurde Bovino von seiner Position des Einsatzleiters abgezogen.
Auch seine Aussagen zum Tod des 37-jährigen Krankenpflegers Alex Pretti sorgten für Kritik. Er meinte, dass dieser ein Blutbad hätte anrichten wollen und die Grenzschützer "aus Notwehr" gehandelt hätten. Danach wurde Bovino nach Kalifornien versetzt.