Am Freitag hat die Ukraine von Russland die Leichen von 1.200 im Krieg getöteten Ukrainern entgegengenommen. Das Hauptquartier für den Umgang mit Kriegsgefangenen bestätigte, dass es sich dabei "nach Angaben der russischen Seite" um sterbliche Überreste ukrainischer Staatsbürger handelt, darunter auch Soldaten.
Moskau hatte vergangene Woche angekündigt, insgesamt 6.000 gefallene Soldaten an die Ukraine zu übergeben, was Kiew als Teil eines "Austauschs" bezeichnete.
Der Austausch von Kriegsgefangenen und Toten ist bisher das einzige greifbare Ergebnis der beiden Verhandlungsrunden in Istanbul. Russland hatte Forderungen nach einer bedingungslosen Waffenruhe abgelehnt und verlangt, dass die Ukraine große Teile ihres Territoriums abtritt und ihre NATO-Beitrittspläne aufgibt.
Anfang der Woche gab es zunächst Unklarheiten über die Umsetzung der Vereinbarung: Russland warf der Ukraine vor, die ersten Leichen nicht abgeholt zu haben, während Kiew Moskau ein "schmutziges, politisches Spiel" vorwarf. Am Mittwoch übergab Russland schließlich die Leichen von 1.212 ukrainischen Soldaten.