Am Samstag kam es zu einem Großeinsatz am Leipziger Flughafen. Der Grund: ein Loch im Sicherheitszaun – "Heute" berichtete. Nun wurde bekannt, was hinter dem Vorfall steckt. Demnach sollen zwei Syrer – 20 und 32 Jahre alt – dahinterstecken. Wie die "Bild" sollen sie mit einem Auto durch den Zaun gerast sein.
Am Tatort hätten die Ermittler Splitter von einem Audi A5 sichergestellt. Diese sollen zum Fahrzeug des 32-Jährigen passen. Die beiden Tatverdächtigen hätten sich am Sonntagabend in Begleitung von Anwälten der Polizei gestellt.
Laut den beiden Männern hätten sie für die bevorstehende Fahrprüfung des 20-Jährigen geübt. Dabei habe der führerscheinlose Syrer die Kontrolle über den Wagen verloren. Der 32-jährige Fahrzeughalter sei am Beifahrersitz gesessen. Den Männern zufolge sei es ein Unfall gewesen. Danach hätten sie das Gelände wieder verlassen.
Inzwischen wurde der Audi des älteren Mannes beschlagnahmt. Nun ist der Staatsschutz am Zug. Es muss überprüft werden, ob die Version des Tatverdächtigen glaubhaft ist. Es geht um die Vorwürfe der Unfallflucht und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.
Besonders brisant: Gegenüber der deutschen Tageszeitung erklärte ein Sprecher des Flughafens, dass die 360-Grad-Überwachungskamera vor Ort nichts aufgenommen hätte. Zwar würde durch das Aufnahmegerät der Verkehr auf dem Rollfeld überwacht werden, der Bereich beim Zaun sei allerdings nicht erfasst worden.
Es ist nicht der erste Vorfall, der in diesem Jahr am Leipziger Flughafen zu einem Großalarm geführt hatte. Erst im August kam es zu einem gescheiterten Drohnenangriff auf ein ukrainisches Antonow-Transportflugzeug. In diesem Fall sollen die Spuren zum russischen Militärgeheimdienst GRU führen.