Ski-Opening der Superlative

Backstreet Boys in Schladming – was sich jetzt ändert

Die Region Schladming-Dachstein eröffnet die Wintersaison nicht nur mit drei ausverkauften Konzerten, sondern auch vielen anderen Neuheiten.
Christine Scharfetter
06.11.2025, 12:14
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Wenn am 5. Dezember 2025 die Lichter im Planai-Stadion angehen, startet Schladming-Dachstein mit einem echten Paukenschlag in den Winter: Die legendären Backstreet Boys treten vom 5. bis 7. Dezember gleich dreimal in Folge auf und feiern damit ihr aktuell einziges Europa-Gastspiel in dieser Saison. Mit im Gepäck: das neue Album "Millennium 2.0", mit dem sie das 25-jährige Jubiläum ihres Welterfolgs feiern. Ein perfekter Auftakt für einen Winter voller Höhepunkte – denn in der beliebten Ski-Region gibt es einige Neuerungen.

Aperol statt Bier

Eine davon betrifft gleich das beliebte Winter-Opening mit der berühmten Boyband: "Mit über 50.000 Zusehern wird es vermutlich das größte Ski-Opening, das Österreich je gesehen hat", erklärt Mathias Schattleitner, Geschäftsführer des Tourismusverbands Schladming-Dachstein, in Wien gegenüber "Heute", lenkt allerdings auch ein: "Aus den Ö-Ticket-Verkäufen wissen wir, dass der Altersdurchschnitt bei 38,1 Jahren liegen wird und das Publikum zu 81 Prozent aus Frauen bestehen wird."

Damit müsse man beim Angebot rund um das Opening umdenken. "Wir können schon jetzt davon ausgehen, dass Bier wohl weniger gefragt sein wird als in den vergangenen Jahren und eher andere Getränke, wie Aperol Spritz verkauft werden." Übrigens sind die Konzerte zwar ausverkauft, wer die Stimmung jedoch von der Standlmeile erleben möchte, findet noch frei Zimmer in allen Kategorien - inklusive Shuttleservice zum Opening.

„Wir können schon jetzt davon ausgehen, dass Bier wohl weniger gefragt sein wird als in den vergangenen Jahren.“
Mathias SchattleitnerGeschäftsführer des Tourismusverbands Schladming-Dachstein

Neue Bergbahnen, kürzere Wartezeiten

Doch nicht nur in das fulminante Ski-Opening wurde viel Geld gesteckt. "Mit den neuen Bergbahnprojekten und attraktiven Familienangeboten haben wir gezielt in die Weiterentwicklung unserer Region investiert", so Schattleitner.

Deshalb bieten ab dieser Wintersaison gleich drei neue Bergbahnen in der Region Schladming-Dachstein mehr Komfort. Auf der Planai sorgt die neue 8er-Sesselbahn "Mitterhausalm I" für eine komfortable Skischaukel-Verbindung. Die moderne Anlage mit Sitzheizung und Wetterschutzhauben kann bis zu 3.000 Personen pro Stunde befördern und verkürzt die Fahrzeit auf rund drei Minuten, verrät Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Hochwurzen-Bahnen.

Am Hauser Kaibling soll die neue 10er-Gondelbahn "Senderbahn" ab Dezember 2025 den bisherigen 4er-Sessellift ersetzen. "Durch die Kapazitätserhöhung von 60 bis 65 Prozent sollten hier die Wartezeiten passé sein", freut sich Klaus Hofstätter, Geschäftsführer der Hauser Kaibling Bergbahnen.

Längste Upcycling-Bahn

Ebenfalls neu ist die 8er-Gondelbahn auf der Fageralm in Forstau, die zwei bestehende Doppelsesselbahnen ersetzt und das beliebte Familienskigebiet auf ein neues Komfortniveau hebt. Die Fageralmbahn verfügt über 55 Gondelkabinen und transportiert bis zu 1.160 Personen pro Stunde. "Die Fahrt dauert damit jetzt nur noch 12 statt 35 Minuten und ist ein echtes Vorzeigeprojekt, das zeigt, dass moderne Technik und Ressourcenschonung Hand in Hand gehen können", betont Daniel Berchthaller, Geschäftsführer Reiteralm Bergbahnen.

Mathias Schattleitner (GF Schladming-Dachstein), Daniel Berchthaller (GF Reiteralm Bergbahnen), Georg Bliem (GF Planai-Hochwurzen-Bahnen) und Klaus Hofstätter (GF Hauser Kaibling-Bergbahnen) berichteten in Wien über die Neuheiten in der Skiregion.
Alexander Rieck

Viele Komponenten der Anlage stammen aus der früheren Großarler Hochbrandbahn und wurden fachgerecht wiederaufbereitet. Stationen, Gondeln, Stützen und Rollenbatterien konnten wiederverwendet und durch neue Schlüsselkomponenten wie Steuerung, Motor, Getriebe und weitere Gondeln ergänzt werden.

Keine dynamischen Preise bei den Skipässen

Neues gibt es auch bei den Skipässen. Hier will man weiterhin Abstand von dem sogenannten "Dynamic Pricing" halten. "Die Tageskarte kommt heuer auf 78,50 Euro und das Frühbucher-Online-Angebot, bei dem man sich 10 Euro spart, wurde bereits sehr gut angenommen. Unsere Gäste schätzen allerdings die Kontinuität und deshalb wird es auch weiterhin keine dynamischen Preise bei uns geben", so Schattleitner.

„Die Tageskarte kommt heuer auf 78,50 Euro und das Frühbucher-Online-Angebot, bei dem man sich 10 Euro spart, wurde bereits sehr gut angenommen.“
Mathias SchattleitnerGeschäftsführer des Tourismusverbands Schladming-Dachstein

Stattdessen fahren ab dieser Wintersaison alle Kinder bis sechs Jahre (Jahrgang 2020 und jünger) gratis Ski – auf allen Bergen der 4-Berge-Skischaukel Schladming  sowie auf den kleineren Skibergen Galsterberg, Fageralm und Rittisberg inklusive kostenlosen Fahrten auf den Dachstein-Gletscher. Damit will man den Wintersport für Familien noch attraktiver machen. "Wir glauben noch daran, dass der Österreicher das Skifahren im Blut hat."

{title && {title} } kiky, {title && {title} } Akt. 06.11.2025, 16:48, 06.11.2025, 12:14
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