Es war ein Schock für die Stadt Gmunden: Bei einer Routinekontrolle wurde im Trinkwasser des Stadtteils Tastelberg E. coli nachgewiesen. "Diese Bakterien können potenziell gesundheitsschädlich sein und meist Übelkeit und Durchfall verursachen", warnte die Stadt am Freitag alle Bürger.
Am Montag wurde dann sofort eine Probe entnommen und ans Labor geschickt. Am Donnerstagnachmittag gab es die guten Nachrichten: Im Wasser sind keine E.-coli-Bakterien mehr feststellbar. "Für das Gebiet Tastelberg kann eine vollständige Entwarnung gegeben werden", heißt es von der Stadt.
Aber Achtung: Im Stadtteil Franzl im Holz ergaben sich nach wie vor erhöhte Werte von "Kolonien nicht näher definierbarer Keime". Die Trinkwasseraufsicht des Landes Oberösterreich empfiehlt daher, die bisherigen Vorsichtsmaßnahmen dort weiterhin einzuhalten und das Leitungswasser drei Minuten abzukochen.
Wie geht es jetzt weiter? Die Stadtgemeinde Gmunden prüft das Wasser im Gebiet weiterhin "intensiv und engmaschig". Außerdem werden die Leitungen weiter mit Frischwasser gespült. "In weiterer Folge ist geplant, bei den Probenentnahmen den gesetzlich vorgeschriebenen Drei-Monate-Intervall auf einen dichteren Rhythmus von einem Monat auszuweiten."
Wie es überhaupt zu der Verunreinigung kommen konnte, ist noch immer unklar. Die Stadt arbeite mit Nachdruck an der Ursachenforschung, heißt es. Sobald sich die Keimkolonien wieder im Normbereich befinden, wird das Wasserleitungssystem wieder komplett freigegeben.