Vor vierter Runde

Banker-Proteste in Wien – KV-Verhandlungen eskalieren

Gut 500 Beschäftigte des Finanzsektors haben vor der vierten KV-Runde demonstriert. Nach drei Verhandlungen liegt weiterhin kein Angebot vor.
Team Wirtschaft
07.04.2026, 11:35
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Mehr als 500 Beschäftigte des Finanzsektors haben vor der vierten Runde der Kollektivvertragsverhandlungen vor dem Bankenverband in der Wiener Innenstadt demonstriert. Die Gewerkschaft GPA hatte zur Kundgebung aufgerufen, um ein "starkes Zeichen für ein faires Angebot" zu setzen. In drei bisherigen Verhandlungsrunden sei trotz Rekordgewinnen kein Angebot vorgelegt worden, eine Abgeltung der Inflation sei pauschal ausgeschlossen worden.

Branche erwirtschaftet seit Jahren Rekordergebnisse

Seit Jahren würden Arbeitgeber auf strukturelle Probleme verweisen, gleichzeitig erwirtschafte die Branche seit sieben Jahren Rekordergebnisse, erklärte Wolfgang Pischinger, Zentralbetriebsrat der Oberbank und Chefverhandler der GPA. Eine Erhöhung zumindest in Höhe der Inflationsrate sei daher "nur fair und richtig". Ohne die Beschäftigten gebe es weder Erfolg noch Rekordgewinne. Wer diese Leistungen in Bilanzen ausweise, müsse sie auch entsprechend abgelten, so Pischinger.

Kein Angebot nach drei Runden

Dass nach drei Runden nicht einmal ein Angebot vorliege, zeige "wie wenig Wertschätzung" den Beschäftigten entgegengebracht werde, sagte Verhandlerin Anita Palkovich. Es gehe nicht um überzogene Forderungen, sondern um die Frage, ob Beschäftigte an der positiven Entwicklung der Branche teilhaben oder zusehen müssten, wie Ergebnisse in höhere Gewinne und Managerboni fließen, während das Leben teurer werde, so die Gewerkschafterin.

Beschäftigte bereit, für KV zu kämpfen

Die hohe Beteiligung an der Kundgebung zeige die Bereitschaft, für den Kollektivvertrag zu kämpfen. Nun liege es an den Arbeitgebern, den Weg für konstruktive Verhandlungen freizumachen und ein Angebot vorzulegen, appellierten Pischinger und Palkovich.

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