Sie wollten eigentlich nur ihren Schulabschluss feiern, plötzlich standen sie mutmaßlichen Bankomatsprengern gegenüber. Für mehrere Maturanten in Gmunden (OÖ) wurde eine Feier zum Albtraum. Die Männer waren auf der Flucht, bedrohten Jugendliche mit einem Messer und forderten ein Auto.
Der Vorfall ereignete sich am 16. Mai 2025. Zuvor hatten die Täter einen Bankomaten in einem Einkaufszentrum gesprengt. Doch der Coup ging schief: Bei der Explosion wurde auch ihr Fluchtauto schwer beschädigt. Die Männer mussten zu Fuß flüchten.
Nur wenige Hundert Meter entfernt fand gerade eine Maturafeier statt. Laut Anklage bedrohten die Flüchtigen zunächst zwei junge Frauen mit einem Messer und sprühten ihnen eine ätzende Flüssigkeit ins Gesicht. Ihr Versuch, ein Auto zu rauben, scheiterte allerdings.
Daraufhin nahmen sie weitere Maturanten ins Visier. Sie zwangen einen jungen Mann, den Schlüssel zum Auto seiner Eltern herauszugeben. Mit dem Wagen gelang den Tätern die Flucht. Später wurde das Fahrzeug ausgebrannt in einem Waldstück entdeckt.
Jetzt müssen sich drei Niederländer im Alter von 36 und 37 Jahren vor Gericht verantworten. Wie der ORF Oberösterreich berichtet, beginnt der Prozess am 20. Oktober am Landesgericht Wels.
Den Männern werden neben dem Überfall auch mehrere Bankomatsprengungen in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien vorgeworfen. Einer der Angeklagten soll an insgesamt sieben Sprengungen beteiligt gewesen sein. Für alle Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.