Kuriose Details nach der versuchten Bankomatsprengung in Wolfsthal (Bezirk Bruck an der Leitha): Der mutmaßliche Täter reiste nicht etwa mit einem Fluchtauto, sondern ganz unscheinbar mit dem Fahrrad an. Der Mann war dafür eigens von seinem Wohnort Bratislava über die Grenze nach Niederösterreich geradelt.
In der Nacht auf Mittwoch, kurz nach 3.30 Uhr, soll der Verdächtige versucht haben, einen Bankomaten in Wolfsthal in die Luft zu jagen. Dazu leitete er Gas in den Geldautomaten ein. Doch der Sprengversuch scheiterte.
Nach der missglückten Tat schwang sich der Mann erneut auf sein Fahrrad und suchte das Weite. Allerdings hatte er nicht mit einem aufmerksamen Zeugen gerechnet. Dieser beobachtete den Verdächtigen und lieferte der Polizei eine entscheidende Personenbeschreibung.
Im Zuge einer sofort eingeleiteten Fahndung konnten die Beamten den Mann schließlich im Grenzgebiet zur Slowakei anhalten und festnehmen. Bei seiner ersten Einvernahme zeigte er sich laut Polizei geständig.
Ob der Verdächtige tatsächlich auf eigene Faust gehandelt hat, ist noch unklar. Die Ermittler prüfen, ob mögliche Komplizen im Hintergrund an der Tat beteiligt waren.
Dass der Bankomat nicht gesprengt werden konnte, dürfte auch an dessen Bauweise gelegen haben. Wie der Chef des Landeskriminalamts NÖ, Stefan Pfandler, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in St. Pölten erklärte, würden moderne Geldautomaten den Tätern zunehmend größere Schwierigkeiten bereiten.
Ganz ohne Folgen blieb der Anschlag dennoch nicht: Laut Polizei entstand erheblicher Sachschaden. Eine genaue Schadenssumme wurde vorerst nicht genannt.