"Absolute Respektlosigkeit"

Baumärkte plötzlich zu – Freitag ist für immer Schluss

Für 44 Beschäftigte in Raaba und Fürstenfeld kam die Nachricht aus heiterem Himmel: Am Freitag ist letzter Verkaufstag, dann ist Schluss.
Newsdesk Heute
12.08.2026, 17:54
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Für die Beschäftigten der Hellweg-Baumärkte in Raaba und Fürstenfeld gibt es bittere Nachrichten: Die beiden steirischen Standorte werden geschlossen. Wie die Kleine Zeitung berichtet, findet bereits am Freitag der letzte Verkaufstag statt, ab Samstag sollen die Filialen zu sein. 44 Personen sind betroffen.

Die Belegschaft wurde erst am Mittwoch im Rahmen einer Betriebsversammlung informiert. Bereits am 30. Juni war bei Hellweg ein Sanierungsverfahren eröffnet worden. Zuvor hatte auch die deutsche Hellweg-Gruppe Insolvenz angemeldet.

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"Kein positives Fortführungsszenario"

Als Begründung nennen Sanierungsverwalter und Unternehmen eine Prüfung der beiden Standorte. Diese habe "kein positives Fortführungsszenario als Baumarkt" ergeben. Angestoßen worden sei die Prüfung von einem "potenziellen Investor", mit dem laut Angaben "aussichtsreiche Gespräche" geführt würden.

Die Warenbestände in den beiden Lagern sollen nun "unter Zuhilfenahme eines Verwertungsunternehmens verwertet" werden. Die vier übrigen Hellweg-Standorte in Österreich, darunter Graz-Eggenberg, sollen hingegen "geordnet an einen Investor übergeben werden".

Scharfe Kritik von SPÖ

Scharfe Kritik kommt vom steirischen SPÖ-Chef Max Lercher. "Dass Beschäftigte heute, Mittwoch, erfahren, dass sie ab Montag keinen Job mehr haben, ist eine absolute Respektlosigkeit", erklärt er. Die Belegschaft habe "jahrelang ihre Arbeit gemacht und ihren Beitrag geleistet" und sich einen anderen Umgang verdient.

Auch die Gewerkschaft GPA warnt die Betroffenen davor, vorschnell Dokumente zu unterschreiben. Verena Nussbaum appelliert: "Unterschreiben Sie nichts ohne vorherige Beratung. Gerade jetzt ist entscheidend, dass niemand aus Unwissenheit auf Ansprüche verzichtet."

Lercher fordert nun rasches Handeln von der steirischen Landesregierung und spricht sich für aktive Arbeitsmarktpolitik aus. Konkret bringt er eine Arbeitsstiftung ins Spiel und erneuert seine Forderung nach einem Steiermark-Fonds.

Hintergrund der Krise: Hellweg Österreich hatte im Juni ein Sanierungsverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Damals waren sechs Bau- und Gartenmärkte in Österreich sowie 165 Beschäftigte betroffen. Später wurden Schulden von rund 23,9 Millionen Euro bekannt.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 16.08.2026, 09:56, 12.08.2026, 17:54