Nächste Millionenpleite in der heimischen Baubranche! Über das Vermögen der Müller Wohnbau GmbH wurde am Freitag (16. Oktober) am Landesgericht Feldkirch ein Konkursverfahren eröffnet. Das regional tätige Bauträgerunternehmen steht mit rund 9,83 Millionen Euro in der Kreide, so die Informationen des Alpenländischen Kreditorenverbands. Insgesamt sind 20 Gläubiger betroffen.
Das Unternehmen war auf den Kauf und die Bebauung von Grundstücken spezialisiert. Die fertigen Wohnungen und Häuser wurden anschließend schlüsselfertig verkauft.
Als Gründe für die finanzielle Schieflage nennt das Unternehmen die gesunkene Nachfrage nach Wohnraum sowie die gestiegenen Zinsen und Finanzierungskosten. Bereits nach der Insolvenz der Müller Bau GmbH & Co KG hatte die Müller Wohnbau GmbH ihre operative Tätigkeit eingestellt.
Zum Vermögen des Unternehmens gehören noch mehrere Liegenschaften und Wohnungsanteile. Diese wurden allerdings mit Fremdkapital finanziert und sind großteils mit Hypotheken belastet.
Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht vorgesehen. Laut Insolvenzantrag gibt es keine positive Prognose für einen Weiterbestand. Auch eine Sanierung wird nicht mehr angestrebt.
Die Geschäftsführung hat der Schließung ausdrücklich zugestimmt. Mitarbeiter sind von der aktuellen Insolvenz nicht direkt betroffen, da das Unternehmen keine Dienstnehmer beschäftigt.
Nun liegt es an der Insolvenzverwalterin, Rechtsanwältin Dr. Eva Müller, das vorhandene Vermögen bestmöglich zu verwerten.
Ob die 20 betroffenen Gläubiger zumindest einen Teil ihres Geldes zurückbekommen, ist derzeit noch offen. Das hängt davon ab, wie viel Geld durch die Verwertung des Vermögens hereinkommt.
Gläubiger können ihre Forderungen ab sofort beim zuständigen Insolvenzgericht anmelden. Dabei können sie sich auch von einem Gläubigerschutzverband vertreten lassen.