Der schreckliche Angriff von Hamas-Terroristen auf Israel am 7. Oktober 2023 jährt sich am Dienstag zum zweiten Mal. Laut Innenministerium besteht "eine allgemein erhöhte Bedrohungslage" für jüdische Einrichtungen in Wien und den anderen Bundesländern. Die Sicherheitsmaßnahmen werden nun erhöht.
Denn der Oktober bringt neben dem Jahrestag der Terrorattacken vom 7.10. auch mehrere jüdischen Feiertagen mit sich. Darum wurden nun alle Sicherheitsbehörden hinsichtlich einer möglichen Bedrohung jüdischer Einrichtungen sensibilisiert und der Lage angepasste Maßnahmen getroffen.
Neben verdeckten Sicherheitsmaßnahmen wurde die Präsenz der Polizei bei jüdischen Einrichtungen erhöht. Gegenwärtig werden in Wien auch Soldatinnen und Soldaten des Bundesheeres vor jüdischen Einrichtungen im Rahmen eines Assistenzeinsatzes eingesetzt.
Alle Sicherheitsaktionen werden laut Innenministerium in enger Absprache mit der Israelitischen Religionsgesellschaft bzw. den Israelitischen Kultusgemeinden getroffen. Diese Kooperation ist seit Jahrzehnten bewährt und erprobt.
Einheimische Sicherheitsbehörden und Verfassungsschutz stehen im engen Austausch mit den Behörden im Ausland. Bereits wenige Tage nach der Terrorattacke auf Israel wurde in Österreich die Terrorwarnstufe erhöht (aktuell auf Stufe 4 von 5 möglichen Stufen).
Am 7. Oktober 2023 hatten palästinensische Terroristen Siedlungen und sogar ein Musikfestival in Israel überfallen. Mehr als 1.200 Israelis wurden getötet, darunter Dutzende Kinder. Frauen wurden vergewaltigt, Hunderte Zivilisten in den Gazastreifen verschleppt – sie werden zum Teil noch immer gefangen gehalten. Nach der Attacke auf Israel kam es zum aktuellen Krieg gegen die Hamas-Terroristen im Gaza-Streifen, den ebenfalls Tausende mit ihrem Leben bezahlten.