Die Spatzen pfeifen es bereits von den Dächern: Der Euro bekommt ein neues (tierisches) Gesicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) lässt bereits die optische Gestaltung der Euro-Banknoten überarbeiten - fix ist: Künftig werden Vögel auf den Geldscheinen landen.
Die Neugestaltung gehöre zum "Entwicklungsprozess der Geldscheine". Gleichzeitig verfolge die EZB damit ein weiteres Ziel: Die Banknoten sollen künftig nachhaltiger und umweltfreundlicher werden. Dafür wurde der ökologische Fußabdruck der Scheine genau untersucht, heißt es.
Neue Materialien und Herstellungsverfahren sollen zudem künftig dafür sorgen, dass die Auswirkungen der Banknoten-Produktion auf die Umwelt geringer werden.
Im Zuge der Neugestaltung will die EZB die Geldscheine außerdem moderner und inklusiver gestalten. Eines der neuen Sujet-Themen lautet deshalb: "Flüsse und Vögel". Damit soll "die Vielfalt und Widerstandskraft der natürlichen Ökosysteme Europas dargestellt" werden.
Welche Vögel werden nun künftig auf den Banknoten "zwitschern"? Vorgeschlagen wurden Mauerläufer (für den 5-Euro-Schein), Eisvogel (10-Euro-Schein), Bienenfresser (20 Euro), Weißstorch (50 Euro), Säbelschnäbler (100 Euro) und Basstölpel (200 Euro) - sie alle stehen symbolisch für Natur und Umweltschutz.
Bereits im Juli 2025 startete die EZB den Design-Wettbewerb für die neuen Euro-Banknoten. Grafikdesigner konnten ihre Entwürfe einreichen. Weiteres Thema des Wettbewerbs ist die europäische Kultur. Ende 2026 sollen die Sieger-Designs präsentiert werden. Danach folgt die technische Umsetzung.
Bis die neuen Banknoten tatsächlich im Geldbörsel landen, wird es allerdings noch dauern. Die EZB rechnet damit, dass erst in einigen Jahren die ersten Vogerl-Scheine in Umlauf kommen.