Die Umweltlage in Teheran spitzt sich dramatisch zu: Die iranische Hauptstadt kämpft gleichzeitig mit Wassermangel aufgrund jahrelanger Dürre, extremer Luftverpestung und massiven Zerstörungen durch Luftangriffe der USA und Israel.
Mehrere große Stauseen sind seit Monaten nahezu ausgetrocknet, einige haben bereits das sogenannte tote Volumen erreicht und können kein Wasser mehr liefern. In Teilen der Millionenstadt kommt es immer wieder zu Abschaltungen, die Bevölkerung wird aufgefordert, Vorräte anzulegen. Experten warnen längst vor einer nationalen Umweltkatastrophe.
Gleichzeitig leidet die Stadt seit Jahren an verschmutzter Luft. Die Luftqualität gehört zu den schlechtesten weltweit. Ursachen sind der dichte Verkehr und die Verbrennung von "Mazut" (hochschwefelhaltiges Heizöl) in Kraftwerken. Der giftige Rauch führt zu Atemnot und Herzbeschwerden.
In den Sommermonaten wird Teheran immer wieder von Hitzewellen und Temperaturen bis zu 50 Grad lahmgelegt. Das Stromnetz gerät in diesen Wochen an seine Grenzen, Fabriken müssen den Betrieb einstellen, Schulen bleiben regelmäßig geschlossen. Die Versorgung mit Energie ist vielerorts instabil.
Zusätzlich wird die Infrastruktur vor allem durch den derzeitigen Krieg massiv belastet. Wiederholte Angriffe haben schwere Schäden in der Stadt verursacht. Brände in Industrieanlagen sorgen zudem für Umweltprobleme wie "schwarzen Regen": Er entsteht in der Atmosphäre durch Wechselwirkungen von Wasserdampf und Verbrennungs-Gasen. Viele Beobachter fragen sich: Wie lange kann Teheran noch durchhalten?