Warnung an alle Touristen

Rätselhaft – Biblische Fluten am heiligen Berg

Nach Rekordregenfällen beim berühmten Felsen Uluru warnen Australiens Behörden nun alle Touristen vor Unfällen und anderen Gefahren.
Bernd Watzka
17.03.2026, 10:49
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Wo es sonst staubtrocken ist, sorgt plötzlich ein Wasserschauspiel für Staunen: Am Uluru, dem heiligen Berg der Aborigines, rauschen derzeit Bäche und Wasserfälle die Felswände hinab. Grund sind außergewöhnlich starke Regenfälle, wie sie die Region seit rund zehn Jahren nicht mehr erlebt hat.

Laut Wetterdienst fiel innerhalb von nur zwei Tagen etwa dreimal so viel Regen wie sonst in einem ganzen Monat. Für das trockene Zentrum Australiens ist das eine absolute Ausnahme.

Warnung an Besucher

Die Folgen sind bereits spürbar: Mehrere Straßen rund um den heiligen Felsen im Northern Territory wurden wegen Überflutung gesperrt. Wanderwege sind zwar noch offen, doch die Behörden schlagen Alarm. Besucher sollen besonders vorsichtig sein, nur auf markierten Wegen bleiben und auf rutschige Stellen achten.

Spektakuläre Videos in sozialen Medien

In sozialen Medien kursieren derzeit spektakuläre Videos, die zeigen, wie Wasser in Kaskaden über den Uluru fließt - ein seltenes Naturereignis, das viele anzieht. Ausgelöst wurde das Wetterphänomen durch ein Tiefdruckgebiet, das ungewöhnlich feuchte Luft in die sonst trockene Wüstenregion bringt.

Heiliger Berg der Ureinwohner

Der Uluru zählt zu den bekanntesten Wahrzeichen Australiens und ist für die indigene Bevölkerung ein heiliger Ort. 1985 wurde das Gebiet offiziell an die Ureinwohner zurückgegeben. Fakt ist: So spektakulär die Wasserfälle auch sind - der Uluru zeigt gerade, dass selbst die trockenste Gegend plötzlich zur Gefahrenzone werden kann.

Bergsteigen am Uluru verboten

2019 wurde das Besteigen des Berges offiziell untersagt. Zuvor hatten jährlich massenhaft Touristen trotz Protesten an Klettertouren teilgenommen. Das Verbot war aus Respekt für die Kultur der indigenen Bevölkerung Australiens verhängt worden, aber auch zum Schutz der Umwelt und zur Sicherheit der Besucher.

Klimakrise in Australien

Hier die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 1. Steigender Meeresspiegel: Bis 2050 könnten laut Regierungsbericht über 1,5 Millionen Menschen an den Küsten ihr Zuhause verlieren. Besonders gefährdet sind die flachen Torres-Strait-Inseln im Norden, wo die indigene Bevölkerung lebt.
  • 2. Häufigere und tödlichere Hitzewellen: Die Zahl der hitzebedingten Todesfälle könnte sich in Großstädten wie Sydney bis zur Mitte des Jahrhunderts verfünffachen. Hitze gilt als "stiller Killer", vor allem für ältere und vulnerable Menschen.
  • 3. Zerstörung von Lebensraum: Überschwemmungen, Dürren und Buschbrände vernichten natürliche Lebensräume. Die einzigartige Tierwelt (Koalas, Kängurus, viele Reptilien) gerät immer stärker unter Druck.
  • 4. Bedrohung indigener Kulturen: Neben physischen Schäden stehen auch kulturelle Identitäten auf dem Spiel. Die Lebensweise und Traditionen indigener Gemeinschaften sind eng mit dem Land und Klima verbunden – beides ist in Gefahr.
  • 5. Wirtschaftliche Schäden: Die prognostizierten Verluste durch Klimafolgen belaufen sich auf (umgerechnet) hunderte Milliarden Euro – betroffen sind Infrastruktur, Landwirtschaft und Immobilien.

Australien ist eines der vom Klimawandel am stärksten betroffenen Industrieländer. Die Klimakrise ist dort keine Zukunftsmusik mehr, sondern bittere Realität - mit enormem Handlungsbedarf.

{title && {title} } bw, {title && {title} } Akt. 17.03.2026, 12:05, 17.03.2026, 10:49
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