"In unserer Brennerei in der wunderschönen Steiermark stellen wir hochwertige Spirituosen für den Verkauf im In- und Ausland her", heißt es auf der Webseite des Unternehmens.
Auch auf die Anfänge blickt die Brennerei dort zurück: "Nachdem wir 2007 in der Garage mit Edelbränden begonnen haben, umfasst unser Produktportfolio aktuell neben 8 verschiedenen Gins auch Whisky, Rum, Wermut, Edelbrände und Likör."
Jetzt steht die Zukunft des Betriebs auf dem Spiel, die DK Manufacturing GmbH aus der Weststeiermark ist insolvent. Die Schulden belaufen sich auf rund 7,015 Millionen Euro. Wie der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) mitteilt, wurde am Montag (12. Oktober) ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet.
Die 2017 gegründete DK Manufacturing GmbH betreibt in Aigen in der Weststeiermark eine Destillerie. Bekannte Eigenmarken sind Sulm Valley Whiskey, Ginerol und Barrel Aged Dry Gin.
Als Gründe für die Insolvenz nennt das Unternehmen die angespannte Marktlage, rückläufige Aufträge und ein verändertes Konsumverhalten. Auch die schwächeren Verkäufe ins Ausland hätten dem Betrieb zugesetzt.
Dazu kommen hohe Investitionen aus den vergangenen Jahren. Die damit verbundenen Finanzierungskosten konnten laut Insolvenzantrag nicht mehr aus den laufenden Einnahmen gedeckt werden. Fällig gestellte Finanzierungen und gescheiterte Gespräche mit Investoren verschärften die Lage zusätzlich.
Von der Insolvenz sind 17 Gläubiger betroffen. Zum Zeitpunkt der Antragstellung beschäftigte das Unternehmen zwei Mitarbeiter.
Den Schulden von rund 7,015 Millionen Euro stehen laut Antrag Vermögenswerte von etwa 2,56 Millionen Euro gegenüber. Ein Großteil davon ist allerdings mit Rechten von Gläubigern belastet. Das freie Aktivvermögen wird mit rund 297.000 Euro beziffert.
Besonders brisant: Im Insolvenzantrag heißt es, dass auch eine Insolvenz der hundertprozentigen Tochtergesellschaft Distillery Krauss GmbH unausweichlich sei.
Trotz der Millionenpleite soll der Betrieb fortgeführt werden. Geplant ist eine Sanierung mit Eigenverwaltung. Den Gläubigern wird eine Quote von 30 Prozent in Aussicht gestellt, zahlbar innerhalb von zwei Jahren nach Annahme des Sanierungsplans.
Das notwendige Geld soll unter anderem aus dem laufenden Geschäft, der Einbringung offener Forderungen, Vermögensverkäufen und dem geplanten Einstieg eines Investors kommen.
Wie der Alpenländische Kreditorenverband mitteilt, können Gläubiger ihre Forderungen bis zum 1. Dezember 2026 anmelden. Die Sanierungsplantagsatzung ist für den 12. Jänner 2027 angesetzt.