Millionen werden eingespart

Sparpaket – jetzt ist der Musikunterricht dran

Die Steiermark beendet Ausgleichszahlungen an Gemeinden für Musikschulen. Das sorgt für Kritik und Alarmrufe der SPÖ.
Österreich Heute
11.10.2026, 15:42
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In der Steiermark fallen ab sofort die bisherigen Ausgleichszahlungen des Landes an die Gemeinden für Musikschulen weg.

Insgesamt handelt es sich um rund 3,3 Millionen Euro, die bereits im laufenden Schuljahr nicht mehr ausbezahlt werden. Von dieser Entscheidung sind rund 25.000 Schülerinnen und Schüler betroffen.

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Die Entscheidung trifft insbesondere die 30 Trägergemeinden, die für den Erhalt der Musikschulen zuständig sind.

Sie müssen nun entscheiden, ob sie die fehlenden Mittel selbst aufbringen oder die Beiträge für den Musikschulbesuch anheben.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, bezeichnete FPÖ-Landesrat Werner Hermann die Maßnahme als "schwierig, aber notwendig". Das Sparbudget mache diesen Schritt unumgänglich.

Die SPÖ schlägt unterdessen Alarm und warnt vor negativen Folgen für die musikalische Ausbildung in der Steiermark.

"Ich war sehr überrascht und er hat von all dem nichts gesagt, sondern er hat schon davon gesprochen, dass es Einsparmaßnahmen geben wird. Aber erst im nächsten Schuljahr und in diesem Schuljahr ist nichts geplant. Und das ist dann natürlich ein massiver Schlag ins Gesicht", zeigt sich auch Robert Ederer, der Vorstand des Fachverbandes der Musikschul-Direktoren, enttäuscht.

Der Bundesrechnungshof nimmt derzeit die Strukturen der Musikschulen unter die Lupe und sucht nach Möglichkeiten für eine effizientere Organisation. Der Fachverband der Musikschuldirektoren verbindet damit die Hoffnung auf ein verbindliches Gesetz zur Förderung der Musikschulen.

red,11.10.2026, 15:42