Aufregung um Prunkpalast

Benkos Luxus-Villa soll jetzt zum Hotel werden

Der Krimi um die Luxusvilla von René Benko geht in die nächste Runde: Geht es nach dem Masseverwalter, soll aus ihr ein Hotel werden.
Newsdesk Heute
03.08.2026, 09:22
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Sie ist rund 60 Millionen Euro wert und war der Hauptwohnsitz von Österreichs wohl bekanntesten Pleitier, René Benko: Die Rede ist von der "Villa N" in Innsbruck/Igls. Nun sorgt ein Bericht für Aufsehen, wonach aus dem Gebäudekomplex ein Hotel werden könnte.

Diesen Plan verfolgt zumindest der Masseverwalter von Benkos insolventer Laura Privatstiftung, der das Anwesen über eine Tochtergesellschaft gehört. Demnach soll die Möglichkeit einer Hotelwidmung geprüft werden.

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Hohe Betriebskosten

In dem Bericht des Masseverwalters, über den die "Tiroler Tageszeitung" berichtet, steht, dass eine Hotelwidmung Sinn mache, da das Gebäude "für die Privatnutzung (unter normalen Verhältnissen) schlichtweg untauglich ist". Wie "Heute" bereits berichtete, fallen für das Luxusobjekt monatliche Betriebskosten von etwa 18.000 Euro an. Zudem liegt auf der Luxus-Residenz seit dem Signa-Crash ein Pfandrecht zugunsten der Republik und eines über 18 Mio. Euro zugunsten der Liechtensteinischen Landesbank.

Die Entscheidung über das Gebäude liege nun in den Händen der Stadt. Der Masseverwalter will daher mit den Verantwortlichen in Innsbruck über eine mögliche Umwidmung sprechen. Danach soll mit Hilfe eines Immobilienbüros ein Verwertungskonzept erstellt werden. Es wäre nicht das erste Mal, dass auf dem Grundstück ein Hotel stehen würde.

Erst im Jahr 2016 stand dort das bekannte Schlosshotel Igls. Benko erwarb das Grundstück damals für 11,1 Millionen Euro, riss das Gebäude mit 18 Zimmern, Suiten sowie einem Luxusapartment ab und errichtete die "Villa N". In deren Keller soll sich übrigens auch eine detailgetreue Nachbildung der Blauen Grotte von Capri befinden. Erstmals kam der Gedanke zur Hotelwidmung schon im vergangenen Jahr auf. Damals wurde die rasche Umwidmung von Bürgermeister Johannes Anzengruber jedoch ausgeschlossen.

Das sagt die Stadt

Gegenüber der "TT" erklärte die Stadt, dass derzeit kein konkretes Projekt für eine Umnutzung der Liegenschaft in einen Beherbergungsbetrieb vorliege. Daher könne man auch keine inhaltliche Beurteilung abgeben. Laut der zuständigen Stadträtin Janine Bex werde man ein solches Projekt – sollte es eingereicht werden – "sorgfältig prüfen". Aktuell laufe noch eine Beherbergungsstudie, deren Ergebnisse eine fachliche Grundlage dafür bieten sollen.

Wichtig sei auch, dass durch die Hotelwidmung ein Vorteil für die Stadt entsteht. Laut Bex wolle man Projekte vorantreiben, "die den Ort beleben, seine Identität bewahren und langfristig einen Mehrwert für Bevölkerung und Tourismus schaffen".

{title && {title} } red, {title && {title} } 03.08.2026, 09:22