Marcel Hirscher treibt seine Vorbereitung auf die neue Ski-Saison weiter voran. Nachdem der 37-Jährige zuletzt noch in einer Skihalle in den Niederlanden trainiert hatte, steht er mittlerweile im argentinischen Ushuaia auf den Brettern.
Ein Video in den sozialen Netzwerken zeigt Hirscher beim Riesentorlauf-Training. Gemeinsam mit dem französischen Team nutzte der für die Niederlande startende Salzburger eine RTL-Strecke, um sich auf den kommenden Winter vorzubereiten. Der Weltcup-Auftakt in Sölden steht bereits am 25. Oktober auf dem Programm.
Nach seiner schweren Knieverletzung deutet damit immer mehr auf ein Comeback des achtfachen Gesamtweltcupsiegers hin. Bemerkenswert: Seit seiner erfolgreichen Zeit im ÖSV-Team war Hirscher nicht mehr für ein Trainingslager nach Ushuaia gereist.
Vor Ort konnte sich der 37-Jährige auch mit französischen Rennläuferinnen vergleichen, die auf demselben Hang trainierten, ehe sie nach Nevados de Chillán in Chile weiterreisten. Camille Cerutti veröffentlichte in den sozialen Medien sogar ein gemeinsames Foto mit Hirscher.
Ob der Ski-Star tatsächlich beim Saisonauftakt in Sölden an den Start gehen darf, ist allerdings noch nicht endgültig geklärt. Eine Entscheidung soll bei der FIS-Herbstsitzung in Genf fallen. "Soweit wir informiert sind, hat er sich gut erholt. Er hat hart trainiert und es freut uns, dass es Marcel wieder gut geht", erklärte FIS-Renndirektor Markus Waldner gegenüber dem ORF.
Offen ist vor allem die Frage nach Hirschers Wildcard-Status. Von ursprünglich 20 möglichen Starts absolvierte er lediglich drei. Laut Waldner könnte nun möglicherweise ein Verletztenstatus zur Anwendung kommen. "Theoretisch kann er noch 17-mal mit diesem Status fahren." Allerdings müsste für jedes Rennen eine eigene Anfrage gestellt werden.
Hirscher hatte sich Ende 2024 im Training das Kreuzband im linken Knie gerissen. Seitdem hat der Technik-Spezialist kein Weltcup-Rennen mehr bestritten.