Schwieriger nächtlicher Einsatz am Feichtaberg in Niederösterreich: Ein 36-jähriger Mann und seine 39 Jahre alte Begleiterin aus Wien gerieten am Sonntagabend beim Abstieg über den sogenannten Bärenpfad in unwegsames Gelände.
Der unmarkierte und eher selten begangene Steig wurde den beiden bei einbrechender Dunkelheit zum Verhängnis. Beide kamen zu Sturz und erlitten Abschürfungen und Prellungen. Der Mann zog sich zudem eine schwere Verletzung an der Schulter zu.
Gegen 19.30 Uhr setzte die Frau einen Notruf ab. Zwei Mannschaften der Bergrettung sowie ein Alpinpolizist stiegen zu den beiden auf. Kurz vor 22 Uhr wurden sie schließlich abseits des Steiges in unwegsamem Gelände gefunden.
Zu diesem Zeitpunkt waren beide bereits stark unterkühlt. Die Bergretter versorgten die Verletzten zunächst medizinisch.
Ein Abtransport am Boden wäre wegen des schwierigen Geländes langwierig und sowohl für die Verletzten als auch für die Einsatzkräfte belastend gewesen. Deshalb wurde der in der Steiermark stationierte Notarzthubschrauber C14 angefordert. Der Hubschrauber ist seit etwas mehr als einem Jahr auch für nächtliche Einsätze mit Rettungswinde zugelassen und ausgerüstet.
Auch die Bergung aus der Luft war schwierig. Gelände und Windverhältnisse stellten die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Die Verletzten mussten von der Bergrettung zunächst abgeseilt und zu einer geeigneten Stelle gebracht werden.
Danach konnten beide mit der Rettungswinde geborgen und zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus geflogen werden. Gegen 1 Uhr früh war der Einsatz beendet. Soweit bekannt, handelte es sich dabei laut Bergrettungsdienst um die erste nächtliche Windenbergung in Niederösterreich.