Bürgermeister Ludwig

"Besonderer Moment" – Renovierte Villa Beer eröffnet

Die historische Villa Beer in Wien-Hietzing ist erstmals öffentlich zugänglich. Bürgermeister Michael Ludwig (SP) war bei der Eröffnung mit dabei.
Thomas Peterthalner
09.03.2026, 16:29
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"Ein besonderer Moment für unsere Stadt", so Bürgermeister Michael Ludwig bei der Besichtigung der neu renovierten Villa Beer in Wien-Hietzing. Diese ist nun erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Haus wurde 1929/30 von den Architekten Josef Frank und Oskar Wlach errichtet und gilt als Schlüsselwerk der zweiten Wiener Moderne. Gleichzeitig steht die Villa auch für die bewegte Geschichte der jüdischen Familie Beer - von Aufbruch und bürgerlichem Selbstverständnis bis zur Zerstörung durch den Nationalsozialismus.

"Charakter bewahrt"

"Nach einer mehrjährigen, behutsamen Restaurierung unter der Leitung von Lothar Trierenberg, konnte der ursprüngliche Charakter dieses Hauses bewahrt und zugleich eine zeitgemäße Nutzung ermöglicht werden", so der Bürgermeister.

"Lebendiger Ort"

Künftig soll die Villa als lebendiger Ort für Architektur, Kultur und Forschung dienen. Geplant sind Führungen, Veranstaltungen, Symposien, Archivarbeit sowie Bildungsprogramme. Das Haus soll dabei bewusst kein klassisches Museum sein. "Unser wichtigstes Anliegen ist es, das Haus mit Leben zu erfüllen und es ja nicht zu musealisieren. Daher greift der immer wieder verwendete Begriff Hausmuseum zu kurz", so Lothar Trierenberg, Geschäftsführer der Villa Beer Foundation im ORF.

Bürgermeister Ludwig zu Gast in der Villa Beer in Wien-Hietzing.
Stadt Wien / Christian Jobst

Villa umfassend saniert

Trierenberg hatte die Villa um fünf Millionen Euro gekauft, ließ sie danach umfassend restaurieren. Rund zehn Millionen Euro flossen in die Renovierung. Die Stadt Wien beteiligte sich über den Altstadterhaltungsfonds mit 500.000 Euro und stellte zusätzlich 200.000 Euro für den Betrieb bereit. Das Bundesdenkmalamt steuerte weitere rund 200.000 Euro bei.

Familie musste fliehen

In den letzten eineinhalb Jahren wurde das denkmalgeschützte Haus weitgehend in seinen Originalzustand zurückversetzt. Trotz der regelmäßigen Vermietungen blieb der Familie Beer in den düsteren 1930er Jahren kaum Zeit, das Haus selbst zu nutzen. Nach dem "Anschluss" an Nazi-Deutschland musste die Familie wegen ihrer jüdischen Herkunft aus Österreich fliehen.

Besichtigungen möglich

Für Besucher stehen künftig mehrere Möglichkeiten offen, die Villa zu besichtigen. An Samstagen und Sonntagen können Zeitfenstertickets gebucht werden, die jeweils 90 Minuten gültig sind.

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