Im mutmaßlichen Betrugsfall um den an einer seltenen Erkrankung (Duchenne-Muskeldystrophie) leidenden Bruno (9) aus Wr. Neustadt (NÖ) werden weitere Details bekannt. Wie "Heute" erfuhr, überwiesen die Eltern am 12. Februar 2025 sogar 10.000 Euro an den Verein des beschuldigten Obmanns, um die Werbekosten für die Spendenaktion zu decken.
Das Geld war den Druck von Flyern bestimmt, um die Spendenaktion für ihren Sohn weiter anzukurbeln. Doch auch diese Summe soll verschwunden sein. Eine Abrechnung oder Rückzahlung fand demnach nie statt.
Ein Vereinsobmann aus dem Raum Wr. Neustadt soll zwischen Anfang 2025 und Juni 2026 rund zwischen 30.000 und 50.000 Euro an Spenden für Bruno gesammelt haben. Doch die Eltern sahen – auch auf mehrmalige Nachfrage – von dem kolportierten Betrag keinen Cent. Statt einer Auszahlung habe der Vereinsobmann plötzlich Bedingungen gestellt und die Familie immer wieder vertröstet.
Die Eltern erstatteten schließlich Anzeige. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf schweren Betrug. Nach "Heute"-Informationen dürfte bereits in Kürze Anklage eingebracht werden. Der Beschuldigte befindet sich weiterhin auf freiem Fuß. Er geht offenbar völlig unbehelligt seiner Tätigkeit als Kinder-Entertainer und Verkleidungs-Künstler nach. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Wie man sicher helfen kann
Wer Bruno unterstützen möchte, sollte dies lieber direkt über den Verein der Eltern "Gemeinsam für Bruno" tun: IBAN: AT60 2026 7021 0127 1183
Brunos Eltern hoffen unterdessen weiterhin auf Unterstützung. Denn Bruno könnte schon Anfang des Jahres 2027 einen Therapieplatz bekommen, Zehntausende Euro wären fällig. Die Spendenaktion für die lebensrettende Gentherapie des Neunjährigen läuft nun auf dem Verein der Eltern weiter. Und für Bruno zählt trotz des Justiz-Krimis weiterhin jede Spende.