Wer am Donnerstag, 15. Oktober, in der Wiener Innenstadt unterwegs war, konnte auf schwer bewaffnete Polizisten und Absperrungen treffen. Der Grund: Rund um die Verbund-Zentrale am Hof waren zahlreiche Einsatzkräfte unterwegs. Auch die Spezialeinheit WEGA war dabei.
Der Hintergrund ist allerdings kein tatsächlicher Ernstfall, sondern eine großangelegte Sicherheitsübung. Das Innenministerium und der Energieversorger Verbund probten gemeinsam, wie Einsatzkräfte auf mögliche Angriffe auf wichtige Energieanlagen reagieren können.
Die Übung ist Teil einer österreichweiten Trainingswoche zum Schutz kritischer Infrastruktur. Dabei geht es um Einrichtungen, die für die Versorgung der Bevölkerung besonders wichtig sind.
Trainiert wurde unter anderem, wie Polizei und Energieunternehmen bei Cyberangriffen, Sabotage oder anderen Bedrohungen zusammenarbeiten. Auch der Informationsaustausch und das Krisenmanagement standen auf dem Programm.
Zunehmende Sicherheitsvorfälle in Europa benötigen bessere Vorbereitungen auf etwa verdächtige Drohnenflüge, Cyberattacken und mutmaßliche Sabotageakte.
Welche konkreten Bedrohungsszenarien am Donnerstag in Wien durchgespielt werden, bleibt allerdings geheim. Aus Sicherheitsgründen gaben die Verantwortlichen keine Details zu den eingesetzten Kräften, taktischen Abläufen oder Schutzmaßnahmen bekannt.