Berufsförderungsinstitut

BFI-Beben! Hälfte der Mitarbeiter vor Kündigung

Beim BFI Burgenland zittern 64 Beschäftigte um ihre Jobs. Noch könnten Kündigungen zurückgenommen werden – ein Großauftrag entscheidet mit.
Newsdesk Heute
01.09.2026, 07:17
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Beim Berufsförderungsinstitut Burgenland herrscht große Verunsicherung. Wie der "Kurier" berichtet, wurden insgesamt 64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorsorglich beim AMS-Frühwarnsystem zur Kündigung angemeldet. Das bestätigt BFI-Geschäftsführer Jürgen Grandits.

Das BFI Burgenland beschäftigt laut Grandits insgesamt 130 bis 140 Personen. Betroffen wären damit fast die Hälfte der Belegschaft. Noch seien die Abgänge aber nicht endgültig fix.

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Besonders angespannt ist die Lage bei Trainerinnen und Trainern sowie im Bildungsmanagement. In einer Mail "einiger Mitarbeiter" heißt es, so gut wie allen Trainerinnen und Trainern und fast allen Führungskräften aus dem Bildungsmanagement sei die Kündigung entweder angekündigt oder bereits ausgesprochen worden.

24 Jobs im Norden, 40 im Süden

Von den 64 vorsorglich angemeldeten Kündigungen entfallen 24 auf das Nordburgenland und 40 auf den Landessüden. Dort ist das BFI besonders stark vertreten. Getragen wird die Bildungseinrichtung von Arbeiterkammer und ÖGB, der Jahresumsatz liegt bei rund 14 Millionen Euro.

Grandits sieht die Ursache vor allem in der immer kurzfristigeren Auftragsvergabe durch das Arbeitsmarktservice. Wenn jedes Jahr neu ausgeschrieben werde, sei langfristige Planung kaum möglich. Dazu kämen laut dem BFI-Chef immer mehr private Anbieter, die in den Bildungsmarkt drängen.

Großauftrag könnte Jobs retten

Entscheidend ist nun ein Vergabeverfahren zur überbetrieblichen Ausbildung von 101 Jugendlichen aus dem Nordburgenland. Dabei geht es laut Grandits um einen "massiven Auftrag" im Umfang von zwei Millionen Euro.

Das Verfahren hat bereits mehrere Wendungen hinter sich. Eine erste Ausschreibung durch das Land endete zugunsten des BFI, wurde aber von der Wirtschaftskammer erfolgreich beeinsprucht. Das Angebot des WIFI war damals ausgeschlossen worden. Eine zweite Ausschreibung durch das AMS wurde aus Qualitätsgründen zurückgezogen.

Nun läuft eine dritte Ausschreibung. Das BFI will sich erneut bewerben. Sollte der Zuschlag kommen, könnte zumindest ein Teil der 24 Kündigungen im Nordburgenland zurückgenommen werden.

Auch Standorte könnten betroffen sein

Bleibt der Auftrag aus, könnte sich die Lage weiter zuspitzen. Grandits schließt dann auch nicht aus, angemietete Flächen an den Standorten Neusiedl, Eisenstadt und Mattersburg zu reduzieren. Er verweist auf die wirtschaftliche Verantwortung für das BFI Burgenland.

Von der Arbeiterkammer Burgenland heißt es, das BFI erhalte einen "mittleren vierstelligen Betrag als Mitgliedsbeitrag". Weitere Angaben gebe es nicht. Die von AK und ÖGB entsandten Mitglieder des BFI-Vorstands würden einer Schweigepflicht unterliegen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 01.09.2026, 07:17
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