Discounter-Geheimnis

Billigmarke im Supermarkt: Das steckt wirklich dahinter

Eigenmarken bei Hofer, Lidl und Co. sind längst keine Billig-Kopien mehr. Ein Handelsforscher verrät, warum sich das Sortiment gerade wandelt.
Digital  Heute
09.07.2026, 17:57
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Wer beim Einkauf zu Eigenmarken greift, spart Geld – das wissen die meisten. Doch die billigen Produkte von Discountern und Supermärkten befinden sich gerade im Umbruch. Aus reinen Preiskampfprodukten werden zunehmend Premium-Alternativen.

Die Strategie dahinter ist ausgeklügelt: Während Discounter wie Aldi ursprünglich ausschließlich auf Eigenmarken setzten, um preislich unschlagbar zu sein, haben Supermärkte längst nachgezogen.

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"Das war zunächst ein Instrument der Discounter, um sehr preisaggressiv vorgehen zu können", erklärt Dr. Kai Hudetz vom Institut für Handelsforschung (IFH) Köln gegenüber inside-digital.de. "Das ist jetzt von allen Seiten aufgeweicht worden."

Supermärkte setzen auf Luxus-Eigenmarken

Mittlerweile bieten Supermärkte bei ihren Eigenmarken oft dieselbe Qualität wie Markenprodukte – nur günstiger. Produkte wie "Gut und Günstig" oder "Beste Wahl" sind qualitativ längst auf Augenhöhe mit Coca-Cola oder Nutella.

Doch der Trend geht noch weiter: Viele Supermärkte entwickeln inzwischen Premium-Eigenmarken, die sogar teurer sein können als etablierte Markenprodukte.

Kundenbindung durch Lockangebote

Eine wichtige Rolle spielen auch Non-Food-Angebote. Wenn eine neue Heißluftfritteuse bei Aldi im Angebot ist, stehen Kunden frühmorgens Schlange. Diese künstliche Verknappung sorgt dafür, dass Kunden kommen – und dann noch andere Dinge kaufen.

Hudetz sieht einen klaren Trend: "Eine klare Bereinigung der Eigenmarken zur Profilierung." Das bedeutet: Weniger Produkte, aber dafür stärkere Marken. Auf beliebte Eigenmarkenprodukte sollte man sich also nicht zu sehr verlassen – sie könnten bald aus dem Sortiment verschwinden.

{title && {title} } red, {title && {title} } 09.07.2026, 17:57
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