Jetzt sagt er alles

"Bin Rechenschaft schuldig" – Armin Wolf packt aus

Armin Wolf wird 60. Im großen Interview spricht der ORF-Star über sein Gehalt, das Karriereende, Herbert Kickl und eine Schönheits-OP.
Newsdesk Heute
14.08.2026, 18:02
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Am 19. August feiert Armin Wolf seinen 60. Geburtstag. Seit Jahrzehnten gehört der "ZiB 2"-Moderator zu den bekanntesten Journalisten Österreichs. Nun hat ihn "Krone"-Grande Conny Bischofberger zum großen Geburtstagsinterview getroffen – und dabei ungewöhnlich persönliche Antworten bekommen.

Normalerweise ist Wolf jener Mann, der die unangenehmen Fragen stellt. Diesmal sitzt er auf der anderen Seite. Angst vor heiklen Themen hat er dabei offenbar nicht. "Über meinen Job können Sie mich alles fragen. Er wird aus öffentlichen Geldern bezahlt, und da bin ich der Öffentlichkeit auch Rechenschaft schuldig", stellt Wolf klar.

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Mit 65 wird wohl Schluss sein

Besonders konkret wird der ORF-Star bei seiner beruflichen Zukunft. Wolf geht davon aus, dass seine Karriere beim öffentlich-rechtlichen Sender mit 65 Jahren endet.

"Ich habe einen sehr alten ORF-Vertrag, ich verdiene gut und der ORF muss sparen. Deshalb gehe ich davon aus, dass ich mit 65 in Pension gehen werde", erklärt er. Zu diesem Zeitpunkt wäre er 47 Jahre beim ORF und hätte fast drei Jahrzehnte die "ZiB 2" moderiert. Wolfs nüchternes Fazit: "Ist dann auch gut!"

Für die Zeit danach hat er bereits Pläne. Er möchte mehr ins Theater, in die Oper und ins Kino gehen – und endlich ordentlich Schlagzeug spielen lernen. "Für Klavier bin ich leider zu blöd. Ich kann keine Noten lesen."

Wolf spricht offen über sein Gehalt

Auch sein Einkommen ist Thema. Wolf verdient laut veröffentlichten ORF-Zahlen knapp 20.000 Euro brutto im Monat. Eine Summe, die der Journalist selbst durchaus kritisch sieht.

"Mein Gehalt ist im Vergleich zu einer Pflegekraft absurd hoch", sagt Wolf, das könne er "nicht erklären". Die Gesellschaft bezahle sehr wichtige Berufe erstaunlich schlecht und manche andere Tätigkeiten dafür ausgesprochen gut. Zu Letzteren zählt er neben Profifußballern und Schlagerstars auch "Fernsehfuzzis".

Innerhalb seiner Branche hält Wolf sein Einkommen allerdings für weniger außergewöhnlich und verweist auf Markus Lanz. Der ZDF-Moderator verdiene mehr als zwei Millionen Euro im Jahr.

Diesen Mann will Wolf unbedingt interviewen

In seiner langen Karriere saßen Wolf bereits unzählige Spitzenpolitiker gegenüber. Bundespräsident Alexander Van der Bellen sei für ihn ein besonders angenehmer Gesprächspartner gewesen, weil dieser Fragen tatsächlich beantwortet habe. Ganz anders seine Erinnerung an Wladimir Putin. Auf die Frage, wie der russische Präsident als Interviewpartner gewesen sei, antwortet Wolf knapp: "Sehr unangenehm."

Ein großer Name fehlt allerdings noch auf seiner Liste: US-Präsident Donald Trump. Wolf würde ihn gerne interviewen – allerdings nicht aus persönlicher Begeisterung. Trump sei schließlich der mächtigste Politiker der Welt. "Das Interview wäre an sich sinnlos, weil Trump einfach hemmungslos lügt. Aber man müsste es natürlich trotzdem machen", sagt Wolf.

Sogar seine erste Frage hätte er schon parat. Er würde Trump mit der Zahl seiner während der ersten Amtszeit dokumentierten Falschaussagen konfrontieren und ihn fragen, warum ihm das Publikum in einem Interview überhaupt glauben sollte.

Schönheits-OP mit nur 14 Jahren

Überraschend persönlich wird es, als Bischofberger den Moderator auf Schönheitsoperationen anspricht. Botox sei für Wolf kein Thema. Einen Eingriff hat er allerdings tatsächlich hinter sich – und der liegt bereits Jahrzehnte zurück.

"Ich habe tatsächlich eine Schönheitsoperation hinter mir, ist aber sehr lang her, ich war 14", erzählt Wolf. Als Kind habe er "sehr große, sehr abstehende Ohren" gehabt und zudem dicke Brillen getragen. Andere Kinder hätten ihn deshalb häufig gehänselt. Mit 14 ließ er schließlich seine Ohren operieren. Der Eingriff sei damals sogar von der Krankenkasse bezahlt worden.

Später folgte noch eine Operation wegen Grauen Stars. Seither braucht Wolf keine Brille mehr. Zuvor hatte er nach eigenen Angaben 15 Dioptrien. In fünf Jahren soll für Wolf beim ORF also Schluss sein. Langweilig dürfte ihm danach nicht werden: Statt "ZiB 2"-Studio stehen Kultur und Schlagzeug auf seinem persönlichen Programm.

{title && {title} } red, {title && {title} } 14.08.2026, 18:02
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