Seit Mitte Mai kennt der Bitcoin-Kurs nur eine Richtung: nach unten. Allein in den vergangenen Tagen verlor die Kryptowährung rund 10.000 Euro an Wert. Aktuell kostet ein Bitcoin noch etwa 54.000 Euro.
Kaum fällt der Kurs deutlich, tauchen sie auf wie Regenwolken über einem Grillfest: die Untergangspropheten und jene Experten, die schon immer gewusst haben wollen, dass alles zusammenbrechen muss.
Doch wie "inside-digital.de" berichtet, ist das Phänomen nicht neu. Tatsächlich stirbt der Bitcoin gerade nicht zum ersten Mal. Nicht zum zehnten und nicht einmal zum hundertsten Mal – sondern zum 472. Mal.
Die Website "Bitcoin Is Dead" sammelt seit 2010 jeden Nachruf und jede Schlagzeile, die das Ende der Kryptowährung verkündet hat. Damals kostete ein Bitcoin noch rund 20 Cent. Heute dokumentiert die Datenbank 472 Fälle, in denen Medien, Ökonomen oder prominente Investoren das endgültige Ende ausgerufen haben.
Zu den bekanntesten Totengräbern gehören Nobelpreisträger und Investorenlegenden. Milliardär Warren Buffett erklärte Bitcoin mehrfach für wertlos. Besonders fleißig war der US-Ökonom Peter Schiff – er hat die Kryptowährung bereits 22 Mal für tot erklärt.
Die Betreiber der Website nehmen es gelassen: "Wir sind nicht hier, um jemanden zu verspotten. Vorhersagen sind schwer. Aber die historische Aufzeichnung spricht für sich."
Und tatsächlich hat die Geschichte dem Bitcoin bisher eine bemerkenswerte Eigenschaft bescheinigt: Er fällt immer wieder. Aber er steht auch immer wieder auf.