"Christian, ähm..."

Blackout! Merz kommt bei Kanzler Stocker ins Stocken

Beim EU-Budgetgipfel in Berlin unterläuft Deutschlands Kanzler Friedrich Merz ausgerechnet bei Christian Stocker ein kurioser Patzer.
Newsdesk Heute
29.08.2026, 10:27
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Beim Treffen in Berlin ging es eigentlich um richtig viel Geld: Deutschland, Österreich, Dänemark, Finnland, die Niederlande und Schweden machen gemeinsam Druck auf Brüssel. Die Nettozahler wollen den geplanten EU-Finanzrahmen für die Jahre 2028 bis 2034 deutlich verkleinern – "Heute" berichtete.

Der aktuelle Entwurf sieht ein Budget von knapp zwei Billionen Euro vor. Den sechs Staaten ist das deutlich zu viel. Sie fordern Kürzungen um mehrere hundert Milliarden Euro. Österreich wurde bei dem Treffen von Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) vertreten.

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Doch noch bevor es bei der gemeinsamen Pressekonferenz so richtig um Milliarden ging, sorgte Gastgeber Friedrich Merz für einen kuriosen Moment.

Merz kommt bei Stocker ins Stocken

Der deutsche Bundeskanzler wollte seine Gäste vor den versammelten Journalisten vorstellen. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen bekam noch eine vollständige Vorstellung. Beim finnischen Premier Petteri Orpo geriet Merz bereits kurz ins Stolpern.

Bei Stocker war dann offenbar endgültig der Faden weg. Merz begann mit "Christian", legte eine deutlich hörbare Nachdenkpause ein – und Stockers Nachname wollte ihm offenbar nicht mehr einfallen.

Merz fand allerdings schnell einen Ausweg. Statt die Regierungschefs weiterhin mit Vor- und Nachnamen anzusprechen, wechselte er kurzerhand auf die Vornamen. Stocker selbst reagierte nicht auf den Patzer und ließ sich während der Pressekonferenz nichts anmerken.

Nettozahler machen Druck

In der Sache demonstrierten die Regierungschefs dagegen Einigkeit. Die sechs beteiligten Staaten stehen für rund 40 Prozent der Finanzierung des EU-Budgets. Der Vorschlag der EU-Kommission für die kommende Finanzperiode geht ihnen deutlich zu weit.

Stocker stellte klar, dass Österreich zwar Verantwortung übernehmen wolle, die Ausgaben aber stärker priorisiert werden müssten. Auch Österreichs Interessen bei der Landwirtschaft sollen abgesichert werden. Die Gruppe fordert nun eine Reduktion des geplanten Finanzrahmens um mehrere hundert Milliarden Euro. Ein Abschluss der Verhandlungen noch 2026 bleibt das Ziel, soll aber nicht um jeden Preis erfolgen.

Zumindest beim gemeinsamen Sparkurs herrschte keine Erinnerungslücke: Stocker betonte in Berlin, die Nettozahler würden bei den Budgetverhandlungen "mit einer Stimme" sprechen.

{title && {title} } red, {title && {title} } 29.08.2026, 10:27
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