"In eine Schublade gesteckt"

Blond, fesch, unterschätzt – Schneider spricht Klartext

Jus-Studium, Schauspielausbildung, Kochlehre: Silvia Schneider hat schon einiges gemacht. Trotzdem kennt auch das Gefühl gut, unterschätzt zu werden.
29.10.2026, 11:32
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Blond und fesch – und deshalb wird ihr manches offenbar nicht sofort zugetraut. Dabei hat Silvia Schneider Jus studiert, eine Schauspielausbildung gemacht und später sogar noch eine Kochlehre abgeschlossen. Trotzdem kennt sie die Schublade, in die man sie schnell steckt, nur zu gut. Vor allem am Anfang ihrer Karriere hat sie gemerkt, wie schnell Menschen sich ein Bild von ihr machen.

Im Podcast "Frauenpower - Der Talk" von Kristina Sprenger und Verena-Katrien Gamlich darauf angesprochen, sagt sie ganz offen: "Klar wird man unterschätzt." Vor allem am Anfang ihres Weges wurde sie immer wieder in Schubladen gesteckt.

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Statt sich darüber aufzuregen, hat sie schnell entdeckt, wie sie die an ihr haftenden Vorurteile in etwas Positives umwandeln kann – denn:  "Dann habe ich sehr schnell gemerkt, dass ich die Schublade unbedingt für mich nutzen muss," erklärt die Moderatorin. Denn für sie ist klar:  "Aus diesem Unterschätztwerden heraus kommen die besten Schläge."

Das zeigte sich auch bei ihrer ORF-Sendung "Silvia kocht". Anfangs wurde sie immer wieder  kritisiert, es wurde ihr nachgesagt, selbst nicht genug vom Kochen zu verstehen. Doch die Zuschauer hätten ihre Rolle in der Show nicht verstanden: "Meine Aufgabe ist, dass der Koch glänzt."

"Jetzt erst recht"

Trotzdem ließ sie die Kritik nicht kalt. Schneider machte schließlich selbst eine Kochlehre. "Das war sicher auch ein Grund, warum ich mir gedacht habe: So, und jetzt erst recht."

"Ich lasse mir das nicht nachsagen", sagt sie über ihre damalige Motivation. Gleichzeitig wollte sie damit auch für die Menschen in der Gastronomie sprechen. Und genau das zeichnet Schneider aus: Wird ihr etwas nicht zugetraut, diskutiert sie nicht lange darüber – sie macht es einfach.

red, 29.10.2026, 11:32