Bei einem Brand in einer Volksschule in Tokio sind am Freitag laut Berichten zehn Menschen verletzt worden, darunter auch Schulkinder. Die meisten von ihnen haben eine Rauchvergiftung erlitten, wie die Nachrichtenagentur Kyodo News gemeldet hat.
Das Feuer ist im Musikraum der Schule im nördlichen Bezirk Kita ausgebrochen. Aus einem Fenster im obersten Stock ist dichter, schwarzer Rauch herausgequollen. Die Feuerwehr war mit 75 Fahrzeugen vor Ort und hat den Brand nach etwa drei Stunden gelöscht.
Ein Augenzeuge hat berichtet, dass Schulkinder aus Fenstern auf ein Vordach gesprungen sind. Von dort haben Feuerwehrleute sie mit Leitern heruntergeholt. Vier Menschen mussten aus dem Gebäude gerettet werden, wie Kyodo News berichtet.
Am Ende waren aber alle Kinder und das Schulpersonal in Sicherheit. Eine Schülerin aus der sechsten Klasse hat erzählt, dass sie zwei Räume vom Musikraum entfernt Unterricht gehabt hat, als sie plötzlich Rauch gerochen hat.
"Wir dachten, dass vielleicht jemand kocht. Dann ging der Alarm los", erzählt das Mädchen. Sie ist mit einem Taschentuch vor dem Mund mit den anderen Kindern die Stiegen hinunter und auf den Schulhof gelaufen. "Dann sahen wir, dass der Musikraum bereits in Flammen stand", erzählt die Schülerin.
In einem Nebenraum vom Musikraum hat es außerdem einen Knall gegeben: "Es war beängstigend und viele Kinder haben geweint." Über der Schule sind Hubschrauber gekreist. Besorgte Eltern sind zur Schule geeilt, um ihre Kinder abzuholen.