Eine private Feier nach einem Krampuslauf im Pongau nahm im Dezember 2025 ein dramatisches Ende. Ein damals 22-Jähriger wurde in einem Schlafsack von Flammen erfasst und schwer verletzt. Monate später hat der Vorfall nun ein gerichtliches Nachspiel, berichten die "Salzburger Nachrichten".
Die Staatsanwaltschaft Salzburg brachte gegen einen 27-jährigen Pongauer einen Strafantrag wegen schwerer Körperverletzung ein. Der Mann soll in den frühen Morgenstunden der Party hochprozentigen Schnaps in unmittelbarer Nähe seines schlafenden Bekannten mit einem Feuerzeug angezündet haben.
Dabei soll der Schlafsack des 22-Jährigen Feuer gefangen haben. Besonders brisant: Das Opfer war laut den Ermittlungen zu diesem Zeitpunkt stark alkoholisiert und schlief.
Der junge Mann konnte sich zum Glück rasch aus dem brennenden Schlafsack befreien. Dennoch erlitt er Verbrennungen ersten und zweiten Grades an rund 18 Prozent seiner Körperoberfläche.
Nach einem längeren Ermittlungsverfahren muss sich der 27-Jährige nun wegen schwerer Körperverletzung verantworten. Ihm drohen im Fall einer Verurteilung nach Paragraf 84 Absatz 4 des Strafgesetzbuches sechs Monate bis fünf Jahre Haft.
Ob der 27-Jährige seinen Bekannten tatsächlich verletzen wollte, dürfte im Verfahren eine wichtige Rolle spielen. Mehrere einvernommene Zeugen sollen ihm kein böswilliges Handeln unterstellt haben.