Wallfahrts-Posse

Kirchenwirt knallhart – kein Essen für Pilger & Kapelle

Nach dem großen Jubiläumsfest wurden Teilnehmer und Musikkapelle im Wallfahrtsort nicht mehr bewirtet. Sogar die Polizei musste anrücken.
Newsdesk Heute
17.09.2026, 21:23
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In Maria Kirchental gab es einen "Vorfall".

Dieser fand im Rahmen des Fests zum 325-jährigen Jubiläums des Wallfahrtsorts am vergangenen Sonntag statt und machte es notwendig, den Pachtvertrag mit dem Wirten zu beenden. Es sei zu "Unstimmigkeiten bei der Bewirtung von Mitwirkenden und Gästen" gekommen, heißt es in einer Aussendung der Erzdiözese Salzburg.

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"Maria Kirchental ist ein Ort der Gastfreundschaft, der Begegnung und des Miteinanders. Wer hier Verantwortung trägt, übernimmt nicht nur eine wirtschaftliche Aufgabe, sondern auch eine besondere Verpflichtung gegenüber den Menschen, die diesen Ort besuchen", erklärt Erzdiözesen-Ökonom Cornelius Inama.

Dahinter verbirgt sich eine regelrechte Posse, die am frühen Nachmittag sogar in einem Polizeieinsatz gipfelte. Mehr dazu haben die "Salzburger Nachrichten" herausgefunden.

"Wissen nicht, warum er das gemacht hat"

Demnach fand um 15 Uhr der große Festgottesdienst statt, auch Erzbischof Franz Lackner war dabei. Wie üblich seien die Teilnehmer und die Trachtenmusikkapelle im Anschluss im Gasthaus der Wallfahrtskirche eingekehrt – und wurden dort um 17.30 Uhr aber plötzlich nicht mehr bewirtet.

Mit Verweis auf die Öffnungszeiten wurden die Gäste "mehr oder weniger hinauskomplimentiert", sagt Erzdiözesen-Sprecher Thomas Hödl den "SN" – ein absolutes Novum. "Es ist in Maria Kirchental so Brauch, dass es bei Festen und Veranstaltungen keine Sperrstunde gibt. Wir wissen nicht, warum er das gemacht hat."

Der betroffene Wirt möchte sich nicht konkret äußern, bestätigt aber, dass er aufgrund einer "besonderen Situation" am Ende "gezwungen" war, die Polizei anzurufen. "Um keine weitere Eskalation herbeizuführen", sagt er. Schon am Vormittag gab es wegen des Festgottesdiensts viel zu tun, die Personalsituation sei sehr angespannt.

Metzger sorgt für Happy End

Kein Verständnis hat dafür Pfarrer Goran Dabic. Aus dem Nichts sei um 17.30 Uhr die Polizei aufgetaucht und habe den Gasthof geräumt. Der Wirt habe gesagt, dass es keine Privilegien mehr für Einheimische gibt. "Keiner hat das so erwartet. Ich verstehe nicht, warum er nichts gesagt hat."

Letztlich gab es für die Musikkapelle aber noch ein Happy End. Schnell hatte sich bis ins nahe Lofer die Kunde verbreitet, dass es die Musi nach dem Konzert kein Essen mehr gekriegt hat. Metzgermeister Stefan Rass: "Da habe ich gesagt, 'das kann es aber nicht sein, kommt zu uns und geht dahi'" – in einer Spontanaktion grillte er für die Teilnehmer auf.

red,Akt. 17.09.2026, 21:42, 17.09.2026, 21:23
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