Wer heuer Lust auf Eierschwammerl hat, muss ordentlich ins Geldbörserl greifen. Die beliebten Schwammerl sind in Salzburg zur Mangelware geworden. Auf der Salzburger Schranne werden aktuell bis zu 31 Euro für ein Kilo verlangt.
Grund für die hohen Preise ist vor allem das Wetter. Die enorme Hitze und Trockenheit während der Sommermonate sorgten dafür, dass deutlich weniger Eierschwammerl als üblich aus dem Boden schossen. Gleichzeitig fiel die klassische Schwammerlsaison wesentlich kürzer aus.
"Wir befinden uns jetzt bereits in der Nachsaison und die Hoffnung, dass es doch noch eine Schwammerl-Schwemme gibt, hat sich leider nicht erfüllt", sagt Standbetreiber Marcel Muttenthaler dem ORF. In zwei bis drei Wochen dürfte die Saison bereits ganz vorbei sein.
Wie ergiebig die Schwammerlsuche war, unterschied sich im Pinzgau, Pongau und Lungau zwar von Tal zu Tal. Insgesamt gab es im Bundesland Salzburg aber deutlich weniger Eierschwammerl als in normalen Jahren.
Das macht sich beim Preis bemerkbar. "Der durchschnittliche Preis war bisher bei uns immer etwa bei 20 bis 25 Euro. Heuer sind wir bei etwa 27 bis 28 Euro pro Kilo", erklärt Muttenthaler. An einzelnen Ständen werden sogar 31 Euro verlangt.
Trotz der hohen Preise bleibt die Nachfrage groß. Viele Kunden greifen weiterhin zu den goldgelben Schwammerln.
Ganz anders sieht es bei Steinpilzen aus. Sie kamen mit den Wetterbedingungen offenbar besser zurecht und wachsen zudem später im Jahr.
"In den vergangenen Jahren gab es immer relativ wenige Pilze, aber heuer gibt es das erste Mal seit längerem wieder mehr Pilze", sagt Standbetreiber Philip Wind aus dem Lungau. Bereits seit fünf Wochen sei das Angebot gut.