Die Alpenländische Schilderfabrik Gebell blickt auf eine 136-jährige Geschichte zurück. Noch Mitte September schien das Ende des steirischen Traditionsbetriebs besiegelt. Nun gibt es überraschend neue Hoffnung.
Das Unternehmen wurde 1890 in Graz gegründet und machte sich über Jahrzehnte mit der Herstellung von Verkehrszeichen, Leiteinrichtungen und Schildern für Gemeinden und Städte einen Namen. Zuletzt hatte der Betrieb seinen Sitz in Feldkirchen.
Mitte September wurde schließlich ein Konkursverfahren eröffnet. Eine Sanierung des Unternehmens sei damals nicht geplant gewesen. Wenige Wochen später präsentiert sich die Lage allerdings deutlich anders.
Wie die Kleine Zeitung berichtet, gibt es laut Masseverwalter Norbert Scherbaum reges Interesse an einer Fortführung des Betriebs. Eine Überbrückungslösung wurde demnach bereits gefunden. Die Finanzierung sei zumindest bis Ende Oktober gesichert.
Der Betrieb steht damit keineswegs still. "Wir produzieren voll, mit allen 24 Beschäftigten", sagt Scherbaum. Auch neue Aufträge würden weiterhin angenommen und Angebote erstellt.
Und auch für die Zeit danach gibt es Hoffnung. Nach Angaben des Masseverwalters sehe es "sehr gut aus, dass das Unternehmen von jemandem übernommen wird".
Wer als möglicher Käufer infrage kommt, ist derzeit allerdings noch offen. Namen könne Scherbaum noch keine nennen.
Nach der Insolvenz im September könnte die mehr als ein Jahrhundert lange Geschichte des steirischen Traditionsunternehmens damit doch noch weitergehen.