Über das Vermögen der Alpenländischen Schilderfabrik Gebell GmbH in Feldkirchen bei Graz wurde heute (17. September) ein Konkursverfahren eröffnet.
Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Graz ist für das Verfahren zuständig.
Laut Alpenländischem Kreditorenverband (AKV) und KSV1870 sind etwa 65 Gläubiger von der Insolvenz betroffen. Die Verbindlichkeiten betragen rund 1,707 Millionen Euro, diesen stehen Aktiva von etwa 1,667 Millionen Euro zu Liquidationswerten gegenüber.
Das Unternehmen beschäftigt derzeit 25 Mitarbeitende.
Die Schilderfabrik wurde 1890 in Graz gegründet. Seit Jahrzehnten ist sie auf die Produktion von Verkehrszeichen, Leiteinrichtungen und Schildern spezialisiert. Zu den Kunden zählen Gemeinden, Städte, öffentliche Auftraggeber und Unternehmen.
Darüber hinaus ist das Unternehmen auch in der Kunststoffverarbeitung, Metall- und Drucktechnik sowie im Handel tätig.
Laut Geschäftsführung führten vor allem die wirtschaftlichen Entwicklungen der letzten zwei Jahre zur Insolvenz. Die Umsätze seien gesunken, gleichzeitig konnten die Kosten nicht ausreichend angepasst werden. Zusätzlich belasteten hohe Personalkosten den Betrieb, wobei viele Mitarbeitende seit Jahren im Unternehmen tätig sind.
Eine Fortführung der Schilderfabrik ist nicht geplant. Weder ein Sanierungsplan noch eine dauerhafte Weiterführung sollen angestrebt werden – der Betrieb soll liquidiert werden.