17 Gegentore in nur vier Spielen! Bei Union Berlin herrscht nach dem katastrophalen Saisonstart in der Defensive dringender Handlungsbedarf. Den bisherigen Tiefpunkt setzte es am Freitag: Gegen Bayern München gingen die Berliner mit 0:7 unter.
In der Länderspielpause soll nun nach Lösungen gesucht werden. Trainer Mauro Lustrinelli steht dabei offenbar nicht zur Diskussion. Stattdessen richtet sich der Blick auf die Abwehr - und womöglich auf einen prominenten ÖFB-Star.
Wie die "Sport Bild" berichtet, fällt bei der Suche nach einem erfahrenen Abwehrchef auch der Name David Alaba. Der 34-Jährige ist nach seinem Abschied von Real Madrid aktuell ohne Verein und könnte damit auch außerhalb des regulären Transferfensters verpflichtet werden.
Das Anforderungsprofil würde jedenfalls passen. Union sucht einen kommunikationsstarken Leader mit reichlich Erfahrung auf höchstem Niveau. Davon hat Alaba mehr als genug.
Der ÖFB-Star kennt die Bundesliga bestens. Vor seinem Wechsel zu Real Madrid spielte Alaba jahrelang für Bayern München und feierte mit den Deutschen zahlreiche Titel. Auch auf internationaler Bühne bringt der Wiener enorme Erfahrung mit.
Alaba ist allerdings nicht der einzige prominente Name, der in Berlin kursiert. Auch Jannik Vestergaard soll ins Profil passen. Der 34-jährige Däne verfügt über die Erfahrung aus 185 Bundesliga-Spielen.
Dass Union dringend Stabilität benötigt, machte auch Kapitän Christopher Trimmel deutlich. "Wir lassen auf der letzten Linie zu viele Situationen im Eins-gegen-eins entstehen. Da müssen wir einfach besser werden, auch in der Kommunikation", erklärte der 39-jährige Österreicher.
Mit Zeno van den Bosch, Felix Uduokhai und ÖFB-Legionär Leopold Querfeld stehen zwar mehrere Innenverteidiger zur Verfügung. Der erfahrene Abwehrchef, der die Defensive organisiert und in schwierigen Situationen vorangeht, fehlt derzeit aber.
Genau hier könnte Alaba ins Spiel kommen. Ob Union tatsächlich Ernst macht und dem ÖFB-Star ein Angebot vorlegt, ist derzeit offen. Klar ist aber: Nach 17 Gegentoren und dem 0:7 gegen die Bayern wächst in Berlin der Druck gewaltig.