Albert Vallci kickte bei Red Bull Salzburg, steht aktuell bei Sturm Graz unter Vertrag, hat es mittlerweile auf 82 Bundesliga-Spiele gebracht. Er arbeitete sich über Stationen bei Lafnitz, Horn und Wacker Innsbruck hoch, lief sogar zweimal in der Champions League für die "Bullen" auf.
Und das, obwohl eine schwere Verletzung den mittlerweile 31-Jährigen weit zurückgeworfen hatte. Im März 2021 hatte sich der gebürtige Steirer beim Testspiel von Salzburg gegen Zweitligist Vorwärts Steyr einen Riss der linken Achillessehne zugezogen. Rund zwei Monate danach kam es dann zu einem Rückschlag und zu einer neuerlichen Operation.
Nun packte der Innenverteidiger im Podcast "Ohne Filter" von "Canal+" über den heftigen Rückschlag aus – und erzählte dabei eine kuriose Geschichte. "Er lacht bis heute noch über diese schlimme Szene", sagte Vallci über seinen guten Freund Michael Gregoritsch. Der ÖFB-Teamstürmer war als "Host" ebenso im Podcast dabei. Genauso wie in dem Moment, als Vallci seinen Rückschlag erlitten hatte. "Beim Zocken", wie der Fußballer verriet.
"Wir spielen PlayStation. Der Bertl war in seinem Reha-Plan schon vier Wochen voraus. Ich war im Hotel, wir haben zusammen 'Call of Duty' gespielt", erzählt Gregoritsch. Vallci sei der letzte noch im Spiel Verbliebene gewesen. "Und er macht seiner Freundin, die vom Gassigehen mit dem Hund zurückkommt, die Türe auf. Er steht auf, hat das Headset am Ohr und auf einmal hört man nur: 'Ah, meine Sehne, meine Sehne'", schilderte der nunmehrige Augsburg-Legionär die kuriose Verletzung. Gregoritsch war da virtuell dabei gewesen, hatte durch das Headset, das zu Boden gefallen war, auch die Schmerzensschreie danach mitbekommen.
"Wir haben nicht gewusst, was passiert ist, haben noch darüber gescherzt. Er war dann nicht mehr erreichbar", erzählte der Torjäger weiter. "Ich bin gefallen. Es war die zehnte oder elfte Woche. Und man sagt, 15 Wochen sind der kritische Zeitraum für die Sehne", so Vallci weiter.
"Der Arzt, der das angeschaut hat am nächsten Tag, hat es mir nicht geglaubt", erinnerte sich der Innenverteidiger dann. Die Achillessehne war nicht komplett gerissen, nur eingerissen. "Ich habe keinen Sprint zur Türe gemacht, nur einen normalen Schritt gemacht. Vielleicht habe ich den Schritt 30 Zentimeter länger gemacht als sonst. Und dann ist es mir so eingeschossen, dass ich dann umgefallen bin", so Vallci weiter. Er habe am Boden liegend seiner Freundin die Türe geöffnet. "Die schaut mich an, ich liege da", so Vallci. Er habe laut geschrien: "Meine Sehne, irgendwas ist mit meiner Sehne", so der nunmehrige Sturm-Kicker.
"Ich war zu Hause und habe von meinem Sessel zur Tür drei Schritte gemacht, das waren nicht einmal zwei Meter. Und einer lacht bis heute noch darüber", schmunzelte Vallci mit Blick auf Kumpel Gregoritsch. Immerhin: Die Verletzung heilte aus, alles ging gut. "Es passt ja wieder alles", so der Innenverteidiger, der aber bis heute immer wieder Nachwirkungen spürt.