Am Wiener Landl wurde am Dienstag der Prozess gegen fünf Angeklagte aus dem Burgenland und Niederösterreich fortgesetzt, denen eine Reihe teils brutaler Straftaten vorgeworfen wird, darunter schwerer Raub, Diesel-Diebstahl und Tierquälerei.
Eine Hobby-Prostituierte (Verteidigung: Astrid Wagner) soll gemeinsam mit brutalen Bekannten einen völlig abgedrehten Sadomaso-Fan in Wien gegen dessen Willen gefesselt, geknebelt und geschlagen haben. Auch ein Raub war angeklagt, doch im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass das Opfer einen Fetisch ausleben wollte, beraubt und ausgebeutet zu werden. "Melkt mich. Ich bin eure Zahlsau", schrieb er ihr per Chat. Die 26-jährige Angeklagte räumte ein, die Situation sei schließlich ein "bissl eskaliert".
Schläge und Tritte waren so nicht ausgemacht, dafür kassierte sie 21 Monate teilbedingte Haft wegen Körperverletzung. Ein mitangeklagter Komplize, der mit Sturmmaske und Waffe den Räuber mimte (Verteidigung: Sascha Flatz mit Rafaela Goj) und bei Misshandlungen nicht mehr anwesend war, wurde von allen Vorwürfen freigesprochen.
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Ebenfalls angeklagt: In anderer Konstellation pferchte die Bande einen griechischen Drogendealer bei Oberwart in den Kofferraum eines Lieferwagens. Durch eine wilde Fahrt durchs offene Gelände soll sich der Mann am Kopf verletzt haben, blieb jedoch der mehrtägigen Verhandlung im großen Schwurgerichtssaal fern.
Der 28-jährige Capo der Bande – ein vorbestrafter Baggerfahrer – gestand schließlich auch noch, die Bulldogge "Coco" einer Bekannten aus Rache erschossen und anschließend in der Pinka entsorgt zu haben. "Es tuat ma load", wählte er seine letzten Worte vor der Urteilsverkündung am Nachmittag weise. Dann kassierte er – auch wegen Tierquälerei – zwei Jahre unbedingte Haft!