"Es tuat ma load"

Burgenländer erschießt Bulldogge, kassiert Haftstrafe

Ein Baggerfahrer soll nicht nur einen Hund erschossen haben, sondern auch Opfer überfallen und verletzt haben – nun kassierte er eine saftige Strafe.
Christian Tomsits
30.09.2026, 21:56
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Am Wiener Landl wurde am Dienstag der Prozess gegen fünf Angeklagte aus dem Burgenland und Niederösterreich fortgesetzt, denen eine Reihe teils brutaler Straftaten vorgeworfen wird, darunter schwerer Raub, Diesel-Diebstahl und Tierquälerei.

Eine Hobby-Prostituierte (Verteidigung: Astrid Wagner) soll gemeinsam mit brutalen Bekannten einen völlig abgedrehten Sadomaso-Fan in Wien gegen dessen Willen gefesselt, geknebelt und geschlagen haben. Auch ein Raub war angeklagt, doch im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass das Opfer einen Fetisch ausleben wollte, beraubt und ausgebeutet zu werden. "Melkt mich. Ich bin eure Zahlsau", schrieb er ihr per Chat. Die 26-jährige Angeklagte räumte ein, die Situation sei schließlich ein "bissl eskaliert".

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Sascha Flatz und Astrid Wagner und verteidigten jeweils Mitangeklagte in der Causa.
Heute/Google Maps

Schläge und Tritte waren so nicht ausgemacht, dafür kassierte sie 21 Monate teilbedingte Haft wegen Körperverletzung. Ein mitangeklagter Komplize, der mit Sturmmaske und Waffe den Räuber mimte (Verteidigung: Sascha Flatz mit Rafaela Goj) und bei Misshandlungen nicht mehr anwesend war, wurde von allen Vorwürfen freigesprochen.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

Hier weiterlesen: Expertin gibt konkrete Tipps: Kontrolle, Eifersucht - wann der Alarm schrillen sollte  >

Ebenfalls angeklagt: In anderer Konstellation pferchte die Bande einen griechischen Drogendealer bei Oberwart in den Kofferraum eines Lieferwagens. Durch eine wilde Fahrt durchs offene Gelände soll sich der Mann am Kopf verletzt haben, blieb jedoch der mehrtägigen Verhandlung im großen Schwurgerichtssaal fern.

Der 28-jährige Capo der Bande – ein vorbestrafter Baggerfahrer – gestand schließlich auch noch, die Bulldogge "Coco" einer Bekannten aus Rache erschossen und anschließend in der Pinka entsorgt zu haben. "Es tuat ma load", wählte er seine letzten Worte vor der Urteilsverkündung am Nachmittag weise. Dann kassierte er – auch wegen Tierquälerei – zwei Jahre unbedingte Haft!

ct,30.09.2026, 21:56