"Falscher Polizist"

Lenker fällt auf, Polizei findet Goldbarren und Drogen

Ein 33-jähriger Österreicher fiel der Polizei in Wien durch seine dubiose Fahrweise auf. Bei einer Kontrolle entdeckten die Beamten Erstaunliches.
Michael Rauhofer-Redl
30.09.2026, 13:36
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Zu einem kuriosen Einsatz im Bereich des Westbahnhofs kam es am Dienstagnachmittag. Wie die Pressestelle der Landespolizeidirektion Wien am Mittwoch in einer Aussendung mitteilt, wurden Beamte im Bereich des Europaplatzes auf den Lenker eines Fahrzeugs aufmerksam.

Der Fahrzeuglenker bremste wiederholt ruckartig ab und hatte offensichtlich Schwierigkeiten, die Fahrspur einzuhalten. Bei der Anhaltung machte der 33-jährige Österreicher auf die Beamten einen sehr nervösen und augenscheinlich durch Suchtmittel beeinträchtigten Eindruck.

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Mann hatte keinen Führerschein

Im Zuge der Amtshandlung stellte sich heraus, dass der Mann keine gültige Lenkberechtigung besitzt. Zudem wurde er zur Vorführung bei einem Amtsarzt aufgefordert, was er jedoch verweigerte. Bei der weiteren Durchsuchung des Fahrzeugs konnten eine geringe Menge Suchtmittel sowie eine Einkaufstasche mit diversen Schmuckstücken, Goldmünzen, Goldbarren und einem gefälschten Polizeidienstausweis vorgefunden und sichergestellt werden.

Im Zuge der weiteren Erhebungen konnten die Beamten feststellen, dass die sichergestellten Wertgegenstände einer 80-jährigen Frau gehören. Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll der 33-Jährige die Frau noch am selben Tag unter der Vorgabe, Polizist zu sein, dazu gebracht haben, die Wertgegenstände herauszugeben. Der Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen. Die weiteren Ermittlungen werden durch das Landeskriminalamt Wien, Ermittlungsbereich Raub, geführt. Der Mann befindet sich derzeit in polizeilichem Gewahrsam.

Polizei warnt vor "falschen Polizisten"

Die Wiener Polizei nimmt diesen Fall zum Anlass, vor dieser Betrugsmasche zu warnen. Durch diesen Trickbetrug werden immer wieder besonders ältere Menschen um ihr Vermögen gebracht. Dabei wird den Op-fern am Telefon vorgespielt, dass sie ein potentielles Opfer von Einbrechern sei und die Polizei ihre Wertgegenstände abholen komme, um sie sicher zu verwahren.

Die Polizei warnt eindringlich

  • Die Polizei verlangt keine Wertgegenstände zur Verwahrung.
  • Derartige Telefonate sollen sofort beendet werden.

Die Polizei empfiehlt zudem, in einer solchen Situation stets den Notruf 133 zu wählen.

mrr,30.09.2026, 13:36