Nacktfotos und Todesdrohungen

"Mach dich fertig" – Wienerin schickt Ex Auftragskiller

Eine Wienerin postete Nacktbilder von ihrem Ex, terrorisierte ihn mit Todesdrohungen. Scharfschützen rückten aus. Jetzt muss sie ins Gefängnis.
Christian Tomsits
30.09.2026, 16:32
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"Und jetzt mein lieber mache ich dich fertig und zerstöre dein Leben!" – mit dieser Nachricht versprach eine Wienerin (29) Ende Februar 2026 ihrem langjährigen Ex-Freund das Leben zur Hölle zu machen – und landete dafür im Gefängnis.

Mit Hunderten Anrufen, SMS und E-Mails soll sie den Mann zuerst nur eingeschüchtert haben. Dann erstellte sie Fakeprofile und postete darauf alte Nacktfotos vom Ex. "Ich wusste, dass ich ihm damit besonders wehtun kann", erklärte sie am Dienstag nun reumütig am Wiener Landl. Auch der neuen Freundin des Ex drohte sie, sie "zu jagen" und womöglich "mit weniger Fingern", "blind" und "ohne Zähne" zurückzulassen. Nicht einmal ein Kontaktverbot konnte sie in ihrem Rachefeldzug stoppen, als die dem Verflossenen auch noch versprach, ihm "jeden Knochen einzeln" zu brechen.

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Im August drohte sie laut Strafantrag offen mit Mord: "Passiert es in der Arbeit? Schieß ich dich am Heimweg min Auto ab? Passiert es, wenn du Zuhause aus dem Auto aussteigst? Man weiß es nicht. Aber du wirst es sehen und spüren", schrieb sie etwa am 19. August per Mail. Trauriger Höhepunkt: Schließlich behauptete sie vor Polizisten, einen bewaffneten Auftragskiller für den Ex organisiert zu haben. "Da ich das jetzt nicht mehr stoppen kann, muss er gewarnt werden", erklärte sie. Beamte nahmen die Sache ernst – und die 29-Jährige fest.

Bist du von Gewalt betroffen? Hier findest du Hilfe

Frauenhelpline (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 222 555

Männernotruf (rund um die Uhr, kostenlos): 0800 246 247

Rat auf Draht: 147

Autonome Frauenhäuser: 01/ 544 08 20

Polizei-Notruf: 133

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Spezialkräfte stürmten sofort zur Zieladresse, es kam zu einem riesigen Polizeieinsatz. "Am Dach positionierten sich Scharfschützen, man riet mir, mich im Badezimmer einzusperren und nicht ans Fenster zu gehen", berichtete das eingeschüchterte Opfer im Zeugenstand, forderte er 3.000 Euro Schmerzengeld für das erlittene Leid.

Auch die neue Freundin hatte Todesangst, bekam 2.000 Euro zugesprochen. "Ich habe alles gemacht, weil er mich mit meiner Tochter alleine gelassen hat. Es hat sich extrem viel Wut bei mir angestaut. Aber das mit dem Auftragsmörder habe ich nur behauptet, um ihm Angst zu machen", erklärte sie kleinlaut. Das Urteil: ein Jahr teilbedingte Haft wegen Stalkings und Drohungen, rechtskräftig.

ct,30.09.2026, 16:32
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