Neue Details zum Bus-Unfall in Wien-Simmering! Wie die Polizei gegenüber "Heute" bestätigt, soll der 33-jährige Lenker des Linienbusses unter Suchtmitteleinfluss gestanden haben. Zum Unfallzeitpunkt befanden sich insgesamt sechs Personen im Bus.
Die betroffene Linie 72A wird von der Firma Dr. Richard im Auftrag der Wiener Linien betrieben, wie ein Pressesprecher des Öffi-Unternehmens erklärt. Die Berufsfeuerwehr Wien rückte an, um das verunglückte Fahrzeug zu bergen. Dafür musste sogar ein Kran eingesetzt werden.
Laut ersten Erhebungen war der Fahrer auf der Haidequerstraße zwischen den Haltestellen Haidequerstraße Mitte und Haidequerstraße Süd unterwegs, als er aus unbekannter Ursache von der Fahrbahn abkam und gegen eine Plakatwand donnerte.
Bei dem schweren Crash Unfall stürzte eine 48-jährige Insassin und wurde leicht im Kopf- sowie Rückenbereich verletzt. Auch der Buslenker erlitt leichte Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst ins Spital gebracht.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen stellten die Beamten eine Suchtmittelbeeinträchtigung beim 33-Jährigen fest. Ihm wurde daraufhin der Führerschein abgenommen und er wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung im Straßenverkehr angezeigt. Das Verkehrsunfallkommando der Landesverkehrsabteilung Wien hat unterdessen die weiteren Unfallerhebungen übernommen.
Auf "Heute"-Nachfrage nahm auch das Busunternehmen Dr. Richard Stellung. Die Unfallursache sei weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Der verletzte Lenker befinde sich derzeit im Spital. Ein Alkoholtest verlief mit 0,0 Promille negativ. Zu einer möglichen Suchtmittelbeeinträchtigung habe das Unternehmen keine Informationen.
Der Fahrer sei seit zwei Monaten bei Dr. Richard beschäftigt und verfüge über mehrere Jahre Berufserfahrung. Ein bei seiner Einstellung durchgeführter Drogentest sei negativ ausgefallen. Das Unternehmen stehe mit den Behörden in engem Austausch und unterstütze die Ermittlungen. Zudem wünsche man allen Beteiligten eine rasche Genesung.