Von Carolin Schmidt (25) fehlt seit September jede Spur. Die begeisterte Bergsteigerin aus Deutschland ist wie vom Erdboden verschluckt. Nach der jungen Frau wird in Garmisch (Bayern) und Ehrwald (Tirol) gesucht.
Wie ein Beamter der Polizeidienststelle Seefeld gegenüber der "Tiroler Tageszeitung" verriet, habe die 25-Jährige gerade Urlaub gemacht, als sie verschwand. Demnach habe sie in Garmisch und Mittenwald übernachtet. Die Frau wollte offenbar Gipfel abgehen, die sie noch nicht besucht hatte. Eine genaue Route der Deutschen ist allerdings nicht bekannt.
Der Polizei liege jedenfalls ein Gipfelbucheintrag vom 1. September auf der Unteren Wettersteinspitze vor. Am 6. September soll die junge Frau dann ein Gipfelfoto gepostet haben. Danach herrschte Funkstille. Noch am 13. und am 15. September soll die 25-Jährige in einem Geschäft in Seefeld gesehen worden sein. Diesen Hinweis halten die Beamten für "relativ glaubwürdig".
Es sollte sich um die bisher letzte Spur nach der Deutschen handeln. Jedenfalls wurde die 25-Jährige zwei Wochen nachdem sie das Gipfelfoto gepostet hatte, von ihrem Vater als vermisst gemeldet. Auch das Handy der Frau sei schon lange nicht mehr im Netz gewesen.
Es gab schon mehrere Suchaktionen nach der Vermissten, die erfolglos blieben. Einsatzkräfte waren zu Fuß mit Suchhunden unterwegs und wurden aus der Luft von Drohnen sowie Hubschraubern unterstützt. Dabei habe man schon ein großes Gebiet durchkämmt.
So sei man mit der deutschen Polizei das Wettersteingebiet abgegangen. Zudem wurde "alles im Bereich Reitherspitze abgeflogen". Auch im Gaistal, auf der Wangalm und in deren Umgebung sei man unterwegs gewesen. Des Weiteren wurde die Rotmoosalm abgesucht und ein Suchflug bis zur Zugspitze unternommen.
Vielerorts hängen bereits Vermisstenplakate der Bergsteigerin. Zudem wurde in den sozialen Medien dazu aufgerufen, sich mit Hinweisen zu melden. Nun startet die Tiroler Alpinpolizei eine neue Suche. Dabei wolle man sich auf den Bereich Gaistal in der Leutasch fokussieren. Dabei sollen wieder Suchhunde zum Einsatz kommen. Geplant ist die Suchaktion am Mittwoch und dem Wochenende.
Auch ein angeblicher Seher aus Deutschland hatte sich in den Fall eingeschaltet – "Heute" berichtete. Dieser äußerte den Verdacht, dass die 25-Jährige tödlich verunglückt ist. "Carolin ist bei einem Unfall abgerutscht – mit tödlichen Folgen", sagte der 56-Jährige gegenüber der "Krone".
Die Leiche der Frau soll im Bereich Wettersteinhütte, Erinnerungshütte und Wangalm im Gaistal liegen. Seine Vermutung habe der Deutsche auch der Polizei mitgeteilt. Bei einer ersten Suche hätten die Beamten dort allerdings nichts gefunden.